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Bahn hofft auf reibungslosen Start nach Streikende

Die Bahn erwartet einige Ausfälle im Fern- und Regionalverkehr, plant jedoch, den regulären Fahrplan direkt nach Streikende wieder aufzunehmen.

Der aktuelle Streik der GDL sorgt seit Mittwochmorgen für Tausende Zugausfälle.
Foto: Helmut Fricke/dpa

Die Bahn hofft, dass der größte Teil des Verkehrs auf der Schiene wie gewohnt läuft, wenn der Betrieb am Montagmorgen beginnt, da der Lokführerstreik vorzeitig beendet wurde.

Der Konzern teilte mit, dass es absehbar noch einige Ausfälle sowohl im Fern- als auch im Regionalverkehr geben wird. Hier ist ein Überblick über die wichtigsten Fragen der Fahrgäste:

Wann endet der Streik?

Der Streik im Personenverkehr wird nicht wie geplant am Montagabend, sondern am Montagmorgen um 2.00 Uhr beendet. Die Bahn beabsichtigt, unmittelbar nach Arbeitskampfende den regulären Fahrplan im Regional- und Fernverkehr wieder aufzunehmen.

Sind ab Montagmorgen alle Züge wie gewohnt unterwegs?

Absehbar dürfte ein Großteil der Züge fahren. «Ab 2.00 Uhr am Montag versuchen wir im Fernverkehr wieder weitestmöglich das normale Angebot zu fahren. Da kommt es aber natürlich im Lauf des Montag vereinzelt noch zu Einschränkungen», sagte Konzernsprecherin Anja Bröker. Im Regionalverkehr erwartet die Bahn regionale Unterschiede beim Neustart nach dem Streik. «Auch da wird es am Montag sicherlich noch hier und da etwas ruckeln», sagte Bröker.

Müssen Tickets für Montag nun auch am Montag genutzt werden?

Nein. Die Bahn hat die Zugbindung für Fahrkarten während des Streikzeitraums aufgehoben, um den Fahrgästen die Möglichkeit zu geben, ihre Reisen flexibel zu verschieben und bei Bedarf auch erst nach dem Streik nachzuholen. Dieses Angebot bleibt trotz der Vereinbarung zwischen der Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) über das vorzeitige Ende des Streiks bestehen.

«Alle Fahrgäste, die ihre ursprünglich für Mittwoch, 24.01.2024 bis Montag, 29.01.2024 geplante Reise verschieben möchten, können weiterhin ihr Ticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen», teilte die Bahn mit. Die Zugbindung sei aufgehoben.

Wo gibt es Informationen über den Fahrplan ab Montag?

Wer am Montag mit der Bahn fahren möchte, sollte vor allem die Fahrplaninformationen auf der Website der Bahn oder in der App DB Navigator im Blick halten. «Wir sind jetzt dran, alle unsere Fahrplaninformationen in die Auskunftsmedien zu übertragen, so dass jeder weiß, was am Montag möglich ist», sagte Sprecherin Bröker am Samstagnachmittag. Zudem würden Tausende Zugfahrten und die Schichten der Mitarbeiter über das Wochenende neu geplant, damit der Neustart am Montagmorgen gut gelingt.

Wann droht der nächste Streik?

Die nächsten fünf Wochen bis zum 3. März werden voraussichtlich ohne weitere Arbeitskämpfe bei der Bahn bleiben. Der Konzern und die GDL haben vereinbart, ab dem 5. Februar unter Ausschluss der Öffentlichkeit und bei Bedarf mit Moderatoren über neue Tarifverträge zu verhandeln.

Die Bahn gab bekannt, dass das Ziel sei, bis Anfang März zu einem Abschluss zu kommen. Wenn dies gelingt, würden weitere Streiks bei der Deutschen Bahn auch in den kommenden Monaten ausgeschlossen sein.

Was ist, wenn das nicht gelingt?

Es besteht weiterhin die Möglichkeit von längeren Streiks, wenn keine Einigung erzielt wird. Seit der Urabstimmung unter den GDL-Mitgliedern hat Gewerkschaftschef Claus Weselsky das Recht, dieses Mittel jederzeit zu nutzen, sofern keine gerichtliche Entscheidung dies stoppt.

Die Gewerkschaft und das Unternehmen haben vereinbart, dass die Verhandlungszeit auch nach dem 3. März verlängert werden kann. Falls die Verhandlungsoffensive scheitert, könnte es jedoch erneut zu Eskalation und Arbeitskampf kommen.

dpa