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GDL beendet vorzeitig Streik bei Deutscher Bahn

GDL beendet vorzeitig ihren sechstägigen Streik im Personenverkehr und endet im Güterverkehr morgen Abend. Es wird erwartet, dass der Betrieb am Montag weitgehend normal verläuft.

Derzeit läuft ein mehrtägiger Streik bei der Deutschen Bahn.
Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Die GDL beendet ihren Streik bei der Deutschen Bahn vorzeitig. Laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur wird im Personenverkehr noch bis Montagmorgen um 2.00 Uhr gestreikt.

Der Arbeitskampf sollte ursprünglich sechs Tage dauern und erst am Montagabend enden. Daher können sich Fahrgäste am Montag wieder auf einen weitgehend normalen Betrieb einstellen. Im Güterverkehr endet der Streik morgen Abend um 18.00 Uhr. Mehrere Medien berichten ebenfalls über das vorzeitige Ende des Streiks.

Keine weiteren Streiks bis Anfang März

Es wird vorerst keine weiteren Streiks geben. Gemäß den Informationen haben sich die Bahn und die GDL auf eine Friedenspflicht bis zum 3. März geeinigt. Ab dem 5. Februar sollen Tarifverhandlungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Das Ziel ist es, gemäß den Angaben, bis Anfang März eine Tarifeinigung zu erzielen. Es wurde bereits am Samstagmorgen bekannt, dass beide Seiten wieder in Gesprächen sind.

Der Streik war der vierte Ausstand seit Beginn des Tarifkonflikts. Er begann am Dienstagabend im Güterverkehr und am Mittwochmorgen im Personenverkehr. Die Bahn hat im Fernverkehr in den vergangenen Tagen mit einem Notfahrplan rund 20 Prozent des üblichen Angebots angeboten. Im Regionalverkehr waren die Auswirkungen des Streiks je nach Region unterschiedlich, wie es bereits bei den vorherigen GDL-Arbeitskämpfen der Fall war.

Erste Verständigung nach Wochen der Eskalation

Durch die nun erzielte Vereinbarung keimt erstmals seit Wochen wieder Hoffnung auf eine baldige Lösung in dem verhärteten Konflikt auf. Die Tarifverhandlungen zwischen der DB und der GDL begannen Anfang November. Bereits nach der ersten Runde rief GDL-Chef Weselsky zu einem Warnstreik auf, nach der zweiten Runde erklärte er die Gespräche für gescheitert und leitete eine Urabstimmung ein. Seitdem deutete alles auf Eskalation anstatt Verhandlung hin.

Im Fokus der Diskussion stand zuletzt die Wochenarbeitszeit für Schichtarbeiter: Die GDL verlangt eine Reduzierung von 38 auf 35 Stunden bei unverändertem Gehalt. Die Bahn hat diese Forderung bisher abgelehnt.

Knackpunkt Wochenarbeitszeit für Schichtarbeiter

Der Konzern legte letzte Woche ein Angebot vor, das 4,8 Prozent mehr Gehalt für die Beschäftigten ab August und weitere 5 Prozent mehr ab April 2025 beinhaltet. Ab Januar 2026 haben Lokführer und Zugbegleiter laut diesem DB-Angebot die Wahl zwischen einer zusätzlichen Gehaltserhöhung um 2,7 Prozent oder einer Stunde weniger Arbeitszeit pro Woche.

Die GDL hatte jedoch insbesondere ein Problem mit einer zusätzlichen Bedingung in diesem Angebot: Die DB hatte festgelegt, dass es ab dem 1. Januar 2026 genügend Lokführer und Zugbegleiter im Unternehmen geben muss.

dpa