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Knapper Sieg für Borussia Dortmund gegen Mönchengladbach

Dortmund gewinnt das brisante Westduell mit 2:0 und steht vorerst auf dem zweiten Tabellenplatz. Die Kritiker am Spielstil des Teams werden wohl nicht verstummen.

Julian Brandt brachte den BVB früh in Führung.
Foto: Bernd Thissen/dpa

Borussia Dortmund hat das brisante Westduell gegen Borussia Mönchengladbach glanzlos gewonnen und steht vorerst auf dem zweiten Tabellenplatz. Die Mannschaft von Trainer Niko Kovac besiegte die Elf vom Niederrhein am 116. Dortmunder Vereinsgründungstag auch ohne große spielerische Höhepunkte mit 2:0 (1:0).

Der Triumph wird die vorher angespannte Situation beim BVB rechtzeitig zum Weihnachtsfest zwar beruhigen. Von den vorherigen neun Pflichtspielen hatte Dortmund nur drei gewonnen. Kritiker des Spielstils des Teams werden jedoch wahrscheinlich nicht verstummen.

Bei 81.365 Zuschauern im heimischen Fußball-Tempel erzielte Julian Brandt in der 10. Minute das Tor für den Revierclub. Maximilian Beier (90.+7) traf in der Nachspielzeit zum Endstand. Gladbach präsentierte sich im Angriff dagegen harmlos. Das Team von Coach Eugen Polanski überwintert mit 16 Punkten im Tabellenmittelfeld.

Die 32 Punkte nach 15 Spielen bedeuten für Dortmund die beste Ausbeute seit sieben Jahren. Trotzdem könnte der Rückstand auf den Spitzenreiter FC Bayern München am Sonntag wieder auf neun Punkte anwachsen.

Dortmund schockt Gladbach mit frühem Tor

Kovac hat im Vergleich zum 1:1 in Freiburg am vergangenen Sonntag seine Mannschaft gleich auf fünf Positionen umgestellt – auch aufgrund von Personalproblemen. Unter anderem sind Brandt und Niklas Süle neu in der Startelf.

Das war schnell von Erfolg gekrönt. In Zusammenarbeit sorgten die beiden für die frühe Führung von Dortmund. Süle flankte von rechts zum zweiten Pfosten, wo Brandt mit einer beeindruckenden Direktabnahme die erste Chance zum 1:0 nutzte.

Für Aufregung sorgte ein Gerangel zwischen Serhou Guirassy und Gladbachs Philipp Sander unmittelbar vor dem Tor. Nicht nur die Gladbacher monierten eine unfaire Aktion des BVB-Stürmers. «Das ist klar Foul», sagte Ex-Nationalspieler Shkodran Mustafi bei Sky. Schiedsrichter Sven Jablonski sah das anders.

Dortmund zeigte in der Folge keine Glanzleistung, schaffte es jedoch trotz gelegentlicher Passivität, das Spiel lange Zeit vom eigenen Tor fernzuhalten. Dies lag auch daran, dass die Gäste vielversprechende Umschaltsituationen nicht ausnutzten.

Adeyemi vergibt große Chance

Die Gladbacher zeigten zwar Einsatz, aber spielten zu ungenau, um das Team von Kovac in Schwierigkeiten zu bringen. Hätte Gladbachs Torhüter Moritz Nicolas nicht glänzend auf eine Riesenchance von Karim Adeyemi reagiert, wäre es nach einer halben Stunde 2:0 gestanden. Bei der ersten Torchance der Gladbacher kurz vor der Pause war Dortmunds Torwart Gregor Kobel gegen Rocco Reitz zur Stelle.

Unmittelbar nach dem Beginn der zweiten Halbzeit freuten sich die BVB-Fans über das vermeintliche Tor. Ein Kopfball von Guirassy wurde aufgrund einer vorherigen Abseitsposition des 29-Jährigen nicht anerkannt.

Kobel verhindert Ausgleich

Die Situation wurde nun intensiver. Schiedsrichter Jablonski verteilte Gelbe Karten und wurde von den Spielern mehrmals in Gespräche verwickelt. Adeyemi war nach seiner Auswechslung sehr aufgebracht und musste von BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl beruhigt werden.

Die Gladbacher kämpften auf dem Platz, trafen jedoch weiterhin in der gegnerischen Hälfte zu oft die falschen Entscheidungen. Der BVB versäumte es, die Partie mit einem weiteren Treffer zu beruhigen. Der kurz zuvor eingewechselte Wael Mohya verfehlte den Ausgleich beinahe aus dem Nichts. Der 16-Jährige scheiterte an Kobel. So brachte Dortmund den knappen Vorsprung über die Zeit.

dpa