Evakuierungspläne fehlten, ein Feuerlöscher war nicht markiert: Jahre vor der Silvesterparty-Katastrophe wurden Mängel moniert. Was hat die Gemeinde versäumt?
Brand in Crans-Montana – Mängel beim Brandschutz ignoriert

Inspektionen in der betroffenen Bar in Crans-Montana haben Jahre vor dem verheerenden Brand in der Silvesternacht mehrere Brandschutzmängel festgestellt, wie der Schweizer Sender RTS berichtet. Es wurde jedoch nie überprüft, ob die Mängel behoben wurden.
Jessica Moretti, die Ehefrau des inhaftierten Barbesitzers, ist erneut zur Staatsanwaltschaft in Sitten gegangen, um auszusagen. Ihr Mann wurde am Dienstag befragt und soll laut italienischen Medienberichten, die sich auf Informationen von Opferanwälten beziehen, angegeben haben, dass alle Sicherheitsvorkehrungen eingehalten wurden.
In der Bar Le Constellation wurden in der Silvesternacht funkensprühende Partyfontänen laut ersten Untersuchungen Schaumstoff an der Decke entzündet. Die Flammen breiteten sich extrem schnell aus. 40 Personen starben, darunter viele Minderjährige. 116 Menschen wurden verletzt, wobei etwa 80 schwerwiegende Verbrennungen erlitten.
Mängel auch ein Jahr später nicht beseitigt
RTS hat festgestellt, dass bei einer Inspektion im Jahr 2018 Evakuierungspläne fehlten, das Personal nicht für den Brandfall geschult war und ein Feuerlöscher nicht gekennzeichnet war. Die gleichen Mängel wurden ein Jahr später erneut festgestellt, mit der Anweisung, sie zu beheben. Es wurde bereits von der Gemeinde enthüllt, dass nach 2019 keine weiteren Kontrollen mehr durchgeführt wurden.
Die zuständigen Fachleute der Gemeinde ließen auf die Bitte um Stellungnahme den Sender über Anwälte ausrichten, dass sie sich nur bei den Strafverfolgungsbehörden äußern würden.








