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Buckelwal in Dänemark: Die Rätsel um Timmy und seine mögliche Rückkehr

Dänische Behörden haben einen toten Buckelwal gesichtet, der mit hoher Wahrscheinlichkeit Timmy ist. Der Wal wurde kürzlich ins Meer entlassen, jedoch fehlt seitdem jede Spur von ihm.

Buckelwal vor Dänemark gesichtet: Wal ist wohl Timmy
KI-generiert

Der vor der dänischen Küste gesichtete tote Buckelwal könnte möglicherweise Timmy sein, der vor kurzem in der Nordsee freigelassen wurde. Die dänischen Behörden haben die Sichtung des toten Wals bestätigt, und Experten sind sich einig, dass es sich um das vermisste Tier handeln könnte.

Wal-Experte: Strömung könnte Timmy vor die Insel getrieben haben

Professor Peter Teglberg Madsen, ein renommierter Wal-Experte, äußerte sich zu der Sichtung und erklärte, dass die Wahrscheinlichkeit hoch sei, dass es sich um Timmy handelt. Er vermutet, dass der Wal bereits vor einigen Tagen gestorben ist und durch die Strömung vor die dänische Insel Anholt getrieben wurde.

Umweltminister äußert sich zur Situation

Till Backhaus, der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, hat sich ebenfalls zu dem Vorfall geäußert. In einer Pressemitteilung erklärte er: „Mein Ministerium steht in engem Kontakt mit dem Bundesumweltministerium und der dänischen Umweltbehörde, um herauszufinden, ob es sich bei dem toten Wal um das Tier handelt, das zuvor in der Wismarbucht gestrandet war.“ Er warnte jedoch davor, voreilige Schlüsse zu ziehen und appellierte an die Öffentlichkeit, keine Spekulationen zu verbreiten.

Entfernung zur Freisetzungsstelle

Die dänische Insel Anholt liegt nur 200 Kilometer von dem Ort entfernt, an dem Timmy am 2. Mai in der Nordsee freigelassen wurde. Sollte es sich tatsächlich um Timmy handeln, würde dies bedeuten, dass der Wal in Richtung Ostsee geschwommen ist, wo er zuvor mehrfach gestrandet war.

Experten kritisieren die Rettungsaktion

Die Rettungsaktion für Timmy wurde von mehreren Experten als riskant und möglicherweise erfolglos eingeschätzt. Nach der Freisetzung gab es zudem Unstimmigkeiten, da das Umweltministerium keine GPS-Daten des Wals erhalten hatte, obwohl dies zuvor vereinbart worden war.

Identifizierung des Wals durch Gewebeproben

Morten Abildstrøm von der dänischen Naturbehörde äußerte, dass es sehr wahrscheinlich sei, dass der tote Wal Timmy ist. Um dies zu bestätigen, sollen Gewebeproben entnommen werden. Abildstrøm erklärte: „Wir werden ein Stück Gewebe entnehmen und es in kleinere Proben aufteilen, die sowohl in Deutschland als auch in Dänemark untersucht werden können.“ Diese Proben sollen helfen, die Identität des Wals zu klären.

Unklarheit über die Identifizierung

Um festzustellen, ob es sich um Timmy handelt, könnten auch Fotos hilfreich sein. Die Rettungsinitiative hat ein Bild von der Schwanzflosse des Wals gemacht, das in eine Datenbank aufgenommen werden soll. Unabhängige Bestätigungen dieser Informationen stehen jedoch noch aus.

Gewebeprobe soll entnommen werden

Die Entnahme der Gewebeprobe ist für den heutigen Tag geplant, allerdings muss dafür Niedrigwasser herrschen. Berichten zufolge könnte es aufgrund der Gase, die sich im Kadaver bilden, zu einer Explosionsgefahr kommen.

Schätzung der Walgröße

Laut einem örtlichen Naturaufseher wird der tote Wal auf eine Länge von etwa 10 bis 15 Metern geschätzt. Auch Timmy wurde von Experten auf etwa 12 Meter geschätzt.

Die Situation rund um den gesichteten Wal bleibt angespannt, und die Behörden arbeiten daran, schnellstmöglich Klarheit über die Identität des Tieres zu erlangen.


Quellen: t-online, Tagesspiegel

Ronny Winkler