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Chaos auf den Philippinen wegen Taifun Gaemi – zwölf Tote

In Asien ist die Taifunsaison in vollem Gange. Auf den Philippinen gibt es Erdrutsche und Sturzfluten. Selbst die Börse wurde geschlossen.

In Manila stand das Wasser teils meterhoch.
Foto: Rouelle Umali/XinHua/dpa

Der Taifun «Gaemi» sorgt auf den Philippinen für Chaos. Mindestens ein Dutzend Menschen sind im Zuge des Tropensturms bereits ums Leben gekommen. Wegen Starkregens und heftiger Überschwemmungen wurden im gesamten Großraum der philippinischen Hauptstadt Manila die meisten Regierungsgebäude und alle Schulen geschlossen. Auch die Börse setzte den Handel aus. Die Regierung von Präsident Ferdinand Marcos Jr. reagierte damit auf eine Empfehlung des Katastrophenschutzes.

Gemäß Angaben des philippinischen Wetterdienstes Pagasa hat der Taifun den Südwestmonsun, der seit dem 11. Juli bereits starke Niederschläge verursachte, weiter verstärkt. In den letzten zwei Wochen sind bereits zwölf Menschen bei Sturzfluten und Erdrutschen ums Leben gekommen, wie die Behörden mitteilten. Zehntausende Menschen sind obdachlos geworden und wurden in Evakuierungszentren untergebracht.

Tausende Helfer stehen bereit

Die Regierung leistet bereits finanzielle Hilfe für 770.000 betroffene Menschen in verschiedenen Landesteilen, schrieb Marcos Jr. auf X. Etwa 4.500 Helfer stehen für eventuelle Such-, Rettungs- und Bergungsoperationen bereit. In Manila stand das Wasser teilweise meterhoch, viele Straßen wurden gesperrt.

https://x.com/bongbongmarcos/status/1815910421385339338

«Gaemi» war laut Pagasa mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 155 Kilometern unterwegs, Böen erreichten 190 Stundenkilometer. «Die Taifun- und Hurrikansaison ist in vollem Gange», schrieb der Deutsche Wetterdienst. «Während sich die Entwicklung von Hurrikans derzeit noch in Grenzen hält, hat sich in der Philippinensee ein tropisches System nun zum ausgewachsenen Taifun gemausert.» 

Auch Taiwan und China betroffen

Von dem Tropensturm seien auch Taiwan und China betroffen. Es drohten «extreme Orkanböen», zudem müsse mit sehr hohen Wellen, Sturzfluten, Überschwemmungen und Schlammlawinen gerechnet werden.

Die Philippinen werden jedes Jahr von durchschnittlich etwa 20 Taifunen getroffen. Der bisher schlimmste Sturm «Haiyan» hatte im November 2013 mehr als 6300 Menschen das Leben gekostet. 

„Die Veranstaltung beginnt um 18:00 Uhr und endet um 22:00 Uhr“, sagte der Sprecher.

dpa