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Crans-Montana: Nationaler Trauertag und Gedenkfeier geplant

Am Freitag soll der Opfer der verheerenden Brand-Katastrophe in Crans-Montana gedacht werden. Der Bundespräsident kündigt zudem einen nationalen Trauertag mit Schweigeminute an.

Am kommenden Freitag soll es in Crans-Montana eine Gedenkfeier zu Ehren der Opfer geben.
Foto: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa

Nach dem Brand in einer Bar in Crans-Montana, bei dem 40 Menschen ums Leben kamen, wird am 9. Januar der Opfer mit einer Gedenkfeier und einem nationalen Trauertag gedacht. Die offizielle Gedenkfeier in dem Luxus-Skiort im Kanton Wallis wurde von der Gemeinde auf ihrer Homepage angekündigt.

Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin sagte dem «Tagesanzeiger», er werde dabei sein. Ob auch ausländische Staatschefs anreisten, sei zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. Parmelin teilte mit, für den Freitag sei zudem ein nationaler Trauertag geplant. 

Um 14.00 Uhr – zu Beginn der Trauerfeier in Crans-Montana – sollen im ganzen Land die Kirchenglocken läuten, begleitet von einer landesweiten Schweigeminute, wie Parmelin weiter sagte. «In diesem Moment der Stille können alle Menschen in der Schweiz – und weltweit – persönlich der Opfer der Katastrophe gedenken.»

Polizei hat strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet

Beim tragischen Brand in Crans-Montana starben in der Silvesternacht 40 Menschen und 119 wurden verletzt, die meisten schwer. Laut den Ermittlern war Schaumstoff an der Decke durch Partyfontänen in Brand geraten. Die Flammen breiteten sich schnell aus. Die Schweizer Polizei leitete strafrechtliche Ermittlungen gegen die Barbetreiber ein, unter anderem wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung.

Die Gemeinde Crans-Montana hat laut Medienberichten beschlossen, sich als Nebenklägerin an dem von den Strafverfolgungsbehörden eingeleiteten Verfahren zu beteiligen. Eine Zivilklage wurde eingereicht und alle verfügbaren Unterlagen zum Brand in der Bar werden der Staatsanwaltschaft übergeben.

Die Bar war vor allem bei jungen Leuten beliebt, daher sind die meisten der Schwerverletzten Teenager oder junge Erwachsene. Vier der 40 Todesopfer wurden bis Samstag identifiziert. Es handelt sich um Schweizer im Alter von 16 bis 21 Jahren. Deutsche Opfer wurden bisher nicht gemeldet.

dpa