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Cuxhaven: Segelschiff Ethel von Brixham zerbricht bei Bergung auf Elbe

Das Traditionssegelschiff „Ethel von Brixham“ wird nach dem Bruch bei der Bergung als wirtschaftlicher Totalschaden eingestuft. Die Bergungsaktion verlief bislang reibungslos, die Kosten belaufen sich auf rund 300.000 Euro.

Cuxhaven: Segelschiff Ethel von Brixham zerbricht bei Bergung auf Elbe

Das Traditionssegelschiff „Ethel von Brixham“, das Ende Januar vor Cuxhaven auf Grund gelaufen war, wurde erfolgreich aus dem Wasser geborgen. Damit ist die Bergung nahezu abgeschlossen, wie ein Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts (WSA) am Samstagnachmittag mitteilte.

Der Sprecher erläuterte, dass zunächst der Mast sowie lose Teile entfernt wurden, bevor ein Spezialkran das Schiff anhob. Dabei kam es zu einem Bruch des Schiffs, was für die Verantwortlichen jedoch nicht überraschend war, da das Schiff bereits zuvor erheblich beschädigt war. „Das Schiff ist nur noch Schrott. Es handelt sich um einen wirtschaftlichen Totalschaden“, so der Sprecher weiter.

Bergungsaktion und Kosten

Die Bergungsfirma war bis Samstagabend im Einsatz. Bei Niedrigwasser soll erneut überprüft werden, ob sich noch kleinere Teile des Schiffs im Wasser befinden. Bisher verlief die Bergungsaktion reibungslos, und das Wasser wurde nicht durch Betriebsstoffe verunreinigt.

  • Für die Bergung der 30 Meter langen „Ethel von Brixham“ waren ein Schwimmkran, zwei Schlepper und ein Arbeitsschiff im Einsatz.
  • Die Kosten für den Einsatz belaufen sich auf eine sechsstellige Summe, wobei der WSA von rund 300.000 Euro berichtete.

Das Traditionssegelschiff, das aus Holz gefertigt ist, war am 31. Januar während einer Fahrt von Brunsbüttel nach Den Helder in den Niederlanden in der Außenelbe vor Cuxhaven auf Grund gelaufen. Seenotretter konnten vier Besatzungsmitglieder und einen Hund in Sicherheit bringen; Verletzte gab es keine. Mehrere Versuche, das Schiff freizuschleppen, blieben erfolglos.

Eigentümerwechsel und Zukunft des Schiffs

Das WSA setzte dem Eigner des Schiffs eine Frist zur Bergung, die dieser jedoch verstreichen ließ. Daher übernahm das WSA schließlich die Bergung, und die Kosten werden dem Eigentümer in Rechnung gestellt.

Die „Ethel von Brixham“ hat eine bewegte Geschichte, wie das Fachmagazin berichtete. Sie wurde 1890 in Südengland erbaut und gehörte zwischen 1996 und 2025 dem Kieler Gerhard Bialek. Im Jahr 2023 spielte das Schiff eine zentrale Rolle im Film „The Ministry of Ungentlemanly Warfare“. 2025 verkaufte Bialek den Traditionssegler, und Ende des Jahres fand ein weiterer Eigentümerwechsel statt.

Der WSA-Sprecher äußerte Bedauern über die Zukunft des Traditionsschiffs: „Für die Szene ist das bedauerlich. Aber wir als Amt müssen emotionslos handeln.“

Bildquelle: Freiwillige Feuerwehr Duhnen-Stickenbüttel

Ronny Winkler