München gewinnt 3:2 gegen Pauli. Sané mit Doppelpack. Bayer auf Distanz gehalten. Gladbach und Heidenheim feiern Siege.
Bayern siegt gegen St. Pauli und verteidigt Spitzenplatz
Der FC Bayern München hat einen dritten Bundesliga-Rückschlag in Folge verhindert und seinen Titelrivalen Bayer Leverkusen auf Abstand gehalten. Nach zwei vorherigen sieglosen Bundesligaspielen gewann der deutsche Fußball-Rekordmeister zu Hause gegen den FC St. Pauli mit 3:2 (1:1) und behielt seinen Sechs-Punkte-Vorsprung gegenüber Bayer bei. Der Meister hatte am Freitag durch ein 3:1 gegen den VfL Bochum den Druck auf die Bayern erhöht.
Borussia Mönchengladbach setzte sich im Kampf um die internationalen Plätze mit einem 1:0 (0:0) Sieg gegen RB Leipzig durch und überholte die auswärts erneut enttäuschenden Sachsen auf Platz fünf in der Tabelle.
Dem 1. FC Heidenheim gelang ein Befreiungsschlag im Abstiegskampf, als sie mit 1:0 (1:0) gegen den VfL Wolfsburg gewannen und Bochum vom Relegationsrang verdrängten. Holstein Kiel, das Tabellenschlusslicht, hat nach dem 0:3 (0:1) gegen Werder Bremen nun bereits fünf Punkte Rückstand auf Platz 16. Die TSG 1899 Hoffenheim und der FC Augsburg trennten sich 1:1 (0:0).
Sané treffsicher
Der Stürmerstar Harry Kane brachte die Münchner in der 17. Minute mit seinem 22. Saisontor verdient in Führung. Allerdings ging Pauli dank des Treffers von Elias Saad (27.) mit einem 1:1-Zwischenstand in die Halbzeit. Nach der Pause erlöste Leroy Sané mit einem Doppelpack (53./71.) den dominierenden Rekordmeister. Der Anschlusstreffer durch Lars Ritzka (90.+3) kam für Pauli zu spät für eine erfolgreiche Aufholjagd.
Im Spiel zwischen den beiden Europacup-Kandidaten in Gladbach war das Tor von Borussias Stürmer Alassane Pléa (56.) entscheidend.
Die Bremer, die das Spiel dominierten, gingen in Kiel durch ein Tor von Marvin Ducksch (25.) in Führung und erhöhten durch Felix Agu (59.) und Marco Grüll (90.+3). Aufgrund der schwachen Leistung sah sich Kiels Trainer Marcel Rapp bereits nach etwas mehr als einer halben Stunde zu einem Dreifach-Wechsel gezwungen.
Kramaric rettet Hoffenheim einen Punkt
Die Führung der Augsburger brachte Samuel Essende Glück, der 15 Sekunden nach seiner Einwechslung in der zweiten Halbzeit das 1:0 erzielte (46.). Laut Datenanbieter Opta war es das schnellste Jokertor eines Bundesligaspielers seit der detaillierten Datenerfassung zur Saison 2004/05. Hoffenheims Rekordtorjäger Andrej Kramaric erzielte jedoch noch den Ausgleich für die Gastgeber per Handelfmeter (71.).
Marvin Pieringer (16.) sicherte den Heidenheimern mit einem umgewandelten Foulelfmeter den zweiten Sieg in Folge. Die Wolfsburger blieben über die gesamte Spielzeit erschreckend harmlos.