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Donald Trump stellt klar: Übernahme Grönlands notfalls mit Gewalt | Politik

US-Präsident Donald Trump droht mit militärischer Gewalt, um Grönland unter amerikanische Kontrolle zu bringen. Er begründet dies mit der nationalen Sicherheit und dem Schutz vor Russland und China.

Donald Trump stellt klar: Übernahme Grönlands notfalls mit Gewalt | Politik

Trump deutet military Zwang zur Übernahme Grönlands an

Was bedeutet es, wenn ein US-Präsident mit militärischen Mitteln droht, um eine strategisch wichtige Region zu sichern? Donald Trump (79) hat in diesem Zusammenhang einen deutlichen Standpunkt zum Thema Grönland eingenommen. Der Präsident erklärte in einer Sitzung im Weißen Haus, dass die USA „wegen Grönland etwas unternehmen“ werden, unabhängig von der Zustimmung anderer. „Ich würde gerne einen Deal machen – aber wenn wir es nicht auf die einfache Art tun, werden wir es auf die harte Art tun“, fügte er hinzu.

Nationaler Sicherheitsanspruch

Trump untermauerte seine Forderungen mit einem Verweis auf die nationale Sicherheit der USA. Er betonte, dass sich zunehmend Schiffe aus Russland und China in der Umgebung Grönlands aufhalten. „Wenn wir es nicht machen, werden Russland oder China Grönland einnehmen, und wir wollen Russland oder China nicht als Nachbarn haben“, äußerte der Präsident. Deshalb, so Trump, sei es unerlässlich, Grönland zu verteidigen.

Grönländische Bevölkerung wehrt sich

Die grönländische Bevölkerung reagiert jedoch geschlossen auf Trumps Pläne. Die führenden Politiker aller fünf Parteien im Parlament, Inatsisartut, veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung, in der sie ihre Ablehnung kundtun. „Wir wollen keine Amerikaner sein, wir wollen keine Dänen sein, wir wollen Grönländer sein“, betonten sie und forderten die USA auf, ihre „Geringschätzung gegenüber unserem Land“ zu beenden. Die Entscheidungen über die Zukunft Grönlands sollten ausschließlich von den Grönländern getroffen werden.

Internationale Reaktionen und Bedenken

Trump’s Äußerungen haben in Europa Besorgnis ausgelöst. Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen wies darauf hin, dass ein militärischer Angriff auf Grönland die NATO gefährden würde. Auch der CDU-Außenpolitiker Armin Laschet warnte vor möglichen Folgen für die transatlantische Gemeinschaft und hob hervor, dass Europa sich auf steigenden Druck einstellen müsse.

Mehrere NATO-Mitgliedstaaten setzen sich inzwischen für eine verstärkte Präsenz in der Arktis ein. Es wird ein Überwachungseinsatz mit dem Namen „Arctic Sentry“ diskutiert, um den sicherheitspolitischen Bedenken der USA zu begegnen. Der Streit birgt für die NATO erhebliche Risiken: Eine Drohung eines Mitgliedstaates gegenüber einem anderen könnte die Glaubwürdigkeit des Bündnisses gefährden, insbesondere angesichts der geopolitischen Spannungen, die durch den Ukraine-Konflikt und Chinas Ambitionen in Taiwan verstärkt werden. Ein Konflikt mit den USA wäre für die NATO eine ernsthafte Bedrohung.

Bildquelle: Daniel Torok via Wikimedia Commons (Public domain)

Ronny Winkler