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Dreckiges Wasser bei WM: Coach kritisiert Absage-Zeitpunkt

Bei der Schwimm-WM bringt miese Wasserqualität den Zeitplan durcheinander. Das erste Freiwasserrennen in Singapur wird verschoben. Die Schwimmerinnen erfahren davon erst nach dem Aufstehen.

Hier sollte heute Morgen eigentlich geschwommen werden.
Foto: Thomas Eßer/dpa

Der Bundestrainer Bernd Berkhahn hat die äußerst kurzfristige Verschiebung des Freiwasserrennens seiner Schwimmerinnen bei der WM kritisiert. «Warum so eine Meldung erst so spät in der Nacht veröffentlicht wird, kann ich nicht nachvollziehen», sagt der 54-Jährige in Singapur.

Der für heute um 8 Uhr Ortszeit angesetzte Wettkampf über zehn Kilometer (2 Uhr/MESZ) wurde aufgrund schlechter Wasserqualität um einen Tag verschoben. Berkhahn und seine Schwimmerinnen erfuhren jedoch erst am frühen Morgen davon. Die Mitteilung über die Verschiebung erreichte sie gut sieben Stunden vor dem geplanten Start – also mitten in der Nacht.

Erinnerungen an Olympia

Die Verschiebung sei im Interesse der Sicherheit der Athletinnen erfolgt, teilte der Weltverband World Aquatics mit. «Während die Tests in den letzten Tagen immer wieder gezeigt haben, dass die Wasserqualität am Austragungsort die von World Aquatics festgelegten Grenzwerte einhält, haben die Analysen der am 13. Juli entnommenen Proben diese Grenzwerte überschritten», heißt es in der Mitteilung.

«Wenn die Wasserqualität nicht stimmt, kann es keine Rennen geben», wurde Christian Hansmann, Vorstand Leistungssport, im Verbandsmagazin des Deutschen Schwimm-Verbands zitiert. «Beim Freiwasserschwimmen hängt ein Start immer auch von den äußeren Umständen ab. Von den Olympischen Spielen in Paris im vergangenen Jahr sind wir solche Verschiebungen gewohnt und wissen damit umzugehen.»

Männer- und Frauenrennen nun direkt nacheinander angesetzt

Die Wasserqualität der Seine sorgte bei den Olympischen Spielen immer wieder für Diskussionen. Nach ihren Wettkämpfen berichteten mehrere Sportler von gesundheitlichen Problemen.

Am Palawan Beach in Singapur wird das Frauenrennen nun in der deutschen Nacht auf Mittwoch nachgeholt. „Sofern die Wasserqualität dann wieder stimmt, sind um 1.30 Uhr (MESZ) die Männer mit Florian Wellbrock und Oliver Klemet dran. Um 4.15 Uhr sollen die Frauen mit Lea Boy und Jeannette Spiwoks starten.“

dpa