Der Rückgang hat unmittelbare Folgen für notleidende Menschen. Spendenrat meldet 14% weniger Spenden in den ersten neun Monaten.
DRK verzeichnet Spendeneinbruch von 10 Millionen Euro in 2025

Die Spendenbereitschaft mancher Menschen geht offensichtlich zurück. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) verzeichnete im ablaufenden Jahr 2025 einen Spendeneinbruch von rund zehn Millionen Euro, wie die «Rheinische Post» (Samstag) berichtet. Ende November hatte schon der Deutsche Spendenrat einen Rückgang der Spendensumme in den ersten neun Monaten des Jahres gemeldet.
«Der Rückgang ist hart, da er unmittelbare Folgen für notleidende Menschen hat», zitierte die «Rheinische Post» DRK-Präsident Hermann Gröhe. In diesem Jahr werde man bei knapp unter 40 Millionen Euro liegen, 2024 habe das Spendenaufkommen noch rund 49 Millionen Euro betragen. Das entspricht einem Minus von rund 18 Prozent.
Weniger Spender, höhere Einzelspenden
Laut dem Deutschen Spendenrat haben Menschen in den ersten neun Monaten des Jahres fast 2,8 Milliarden Euro gespendet – etwa 14 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (rund 3,2 Milliarden Euro). Es gab weniger Spender, aber die durchschnittliche Spendenhöhe erreichte ein Rekordniveau von 41 Euro pro Spende, drei Euro mehr als 2024.
«Wer spendet, spendet bewusster und großzügiger – das ist ein starkes Signal in schwierigen Zeiten», hatte Pastor Ulrich Pohl, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Spendenrats, zur Bekanntgabe der Zahlen Ende November erklärt. Als eine Ursache für den Rückgang der Gesamtsumme sieht der Spendenrat, dass die Budgets vieler Haushalte durch Inflation, hohe Lebenshaltungskosten oder hohe Pflegekosten eingeschränkt sind. Zudem führten viele globale Krisen zu einer gewissen Erschöpfung.
Die Bilanz für das Gesamtjahr wird jedoch erst eine echte Aussagekraft besitzen: Viele Organisationen erhalten einen Großteil ihrer Spendeneinnahmen erst in der Weihnachtszeit.








