Plötzlich Sirenen statt Sonnenuntergang: In der Golfregion schlagen iranische Drohnen in Meeresnähe ein – auch unweit des Tui-Kreuzfahrtschiffes „Mein Schiff 4“. Passagiere berichten von Notfall-Alarmen und Explosionen, Außendecks bleiben gesperrt.
Drohnen-Alarm vor Dubai: Einschlag nahe „Mein Schiff 4“

Drohne schlägt nahe „Mein Schiff 4“ ein
Nahe des Kreuzfahrtschiffes Mein Schiff 4 ist am Sonntagnachmittag deutscher Zeit ein Flugobjekt ins Wasser eingeschlagen. Zunächst war von einer „Rakete“ die Rede, inzwischen ist bestätigt, dass es sich um iranische Drohnen handelte.
Eine Passagierin berichtete laut Medien, dass die Urlauber einen Notfall-Alarm auf ihre Handys erhielten. Sie seien aufgefordert worden, sich umgehend im Theater des Schiffes zu versammeln. Ein anderer Reisender sprach von einem lauten Knall in unmittelbarer Nähe. Die Stimmung an Bord sei angespannt.
Flugobjekte in der Nacht abgefangen
Bereits in der Nacht zuvor soll es Vorfälle gegeben haben. Nach Angaben von Passagieren wurden mehrere Flugobjekte über der „Mein Schiff 4“ abgefangen. In sozialen Netzwerken schilderten Urlauber, dass die Lage „sehr dynamisch“ sei und sich die Situation jederzeit ändern könne.
Die „Mein Schiff 4“ liegt derzeit in Abu Dhabi. Insgesamt befinden sich aktuell sechs Kreuzfahrtschiffe in der Region – in Dubai, Abu Dhabi und in Doha. Neben der „Mein Schiff 4“ ist auch die Mein Schiff 5 vor Ort. Zusammen bieten beide Schiffe Platz für rund 5.000 Passagiere.
Außendecks gesperrt
Nach Berichten dürfen Passagiere die Außendecks derzeit nicht betreten. Alle Gäste sollen sich im Inneren der Schiffe aufhalten und möglichst Abstand zu Fenstern halten. Die Sicherheitsmaßnahmen wurden offenbar aus Vorsicht verschärft.
Die Region am Persischen Golf ist aktuell von militärischen Spannungen betroffen. Immer wieder kommt es zu Drohnen- und Raketenangriffen im Zusammenhang mit dem Konflikt zwischen Iran und westlichen Staaten.
Tui äußert sich zur Lage
Der Reiseveranstalter TUI erklärte am Sonntag, man wisse um die Sorgen vieler Angehöriger. Aufgrund der dynamischen Sicherheitslage und eingeschränkter Flugverbindungen gebe es derzeit jedoch keine unmittelbare Möglichkeit, die Region zu verlassen.
Man sei auf Informationen der Airlines angewiesen, um zu klären, ob und wann Rückflüge stattfinden können. Die Situation werde laufend bewertet.








