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Dubai-Schokolade im Labor: Vorsicht bei Importen

Lebensmittelkontrolleure in NRW haben sich ein Produkt angeschaut, was derzeit bei Verbrauchern beliebt ist: Schokolade mit der grünen Pistazienfüllung. Importierte Ware kommt dabei nicht gut weg.

Die Lebensmittelkontrolleure in Nordrhein-Westfalen haben bei Dubai-Schokolade genau hingeschaut. Besonders bei Importen gibt es viele Mängel. (Archivbild)
Foto: Oliver Berg/dpa

Laut einem Untersuchungsprogramm in Nordrhein-Westfalen sollten Verbraucher bei importierter Schokolade aus Dubai vorsichtig sein. Das Landesamt für Verbraucherschutz stellte fest, dass bei 96 Prozent der Importe aus der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Jordanien Verstöße festgestellt wurden. Bei in Deutschland hergestellter Dubai-Schokolade wurden nur 38 Prozent der Proben beanstandet. Insgesamt wurden bei 83 Prozent aller 103 untersuchten Proben Mängel festgestellt.

Schimmelpilze in importierter Dubai-Schokolade entdeckt

In 13 Prozent der Proben von importierten Produkten wurden Schimmelpilze, auch bekannt als Mykotoxine, entdeckt. Kein deutsches Produkt wies einen solchen Befund auf. Die Labore stellten jedoch besonders häufig Mängel in der Kennzeichnung fest. Zum Beispiel verwenden Produzenten oft Zusatzstoffe, um die Pistazienfüllung grün zu färben, ohne diese jedoch anzugeben.

Produkte, die diese Farbstoffe enthalten, müssen mit dem Hinweis «Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen» gekennzeichnet sein. Von insgesamt 21 Proben, die auf den Zusatz von Farbstoffen untersucht wurden, wiesen 16 Proben positive Nachweise auf. Bei 10 Proben fehlte der vorgeschriebene Warnhinweis, wie das zuständige Landesamt auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Allergene ohne Kennzeichnung

Die Produzenten und Importeure weisen auch oft nicht auf Allergene hin. In fünf von 15 untersuchten Proben fanden die Labore Allergene, ohne die vorgeschriebene Kennzeichnung. In drei Proben wurde Sesam nachgewiesen, in zwei Erdnüsse.

Einige Produzenten halten sich auch bei den Zutaten nicht an die Vorschriften. Es fehlte beispielsweise Milchfett in Milchschokolade und der Kakaoanteil war bei einigen Proben so niedrig, dass das Produkt nicht einmal als Schokolade bezeichnet werden durfte.

Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung über die Testergebnisse berichtet. Die Befunde werden jetzt laut Landesamt an die zuständigen Lebensmittelüberwachungsämter der Kreise und Kommunen weitergeleitet. Die Behörden gehen dann bei Verstößen auf die Hersteller oder Importeure zu.

dpa