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Dürre in Griechenland besorgt Experten

Es regnet so wenig wie lange nicht mehr, gleichzeitig werden regelmäßig neue Temperaturrekorde aufgestellt. Wegen der Trockenheit tritt sogar ein einst überschwemmtes Dorf wieder zutage.

Die Trockenheit bedroht Natur und Mensch.
Foto: Giannis Papanikos/AP/dpa

Es gibt immer noch Wasser, aber die Nachricht ist alarmierend: Der Mornos-Stausee, der die griechische Millionenstadt Athen mit Süßwasser versorgt, ist in den letzten zwei Jahren um etwa ein Viertel geschrumpft. Laut der nationalen Wetterbehörde in Athen sind dafür fehlender Regen, hohe Temperaturen und milde Winter mit wenig Schneefall verantwortlich, was auch zu weniger Tauwasser führt.

Die Experten der Behörde haben anhand von Satellitendaten festgestellt, dass die Fläche des Mornos-Stausees innerhalb von zwei Jahren von etwa 17 Quadratkilometern auf nunmehr rund 12 Quadratkilometer gesunken ist. Der größte Rückgang wurde in den letzten zwölf Monaten verzeichnet.

Laut dem TV-Sender Open kommt das einst in den Wassermassen des Stausees versunkene Dorf Kallio wieder zum Vorschein, da der niedrige Wasserstand extrem ist. Der Pegel des Aposelemi-Staudamms auf Kreta und des künstlichen Sees Pinios auf der Halbinsel Peloponnes ist sehr niedrig.

Auch in Nordgriechenland wird das Leben für Mensch und Natur durch die Dürre zunehmend erschwert. Die Trockenheit ist besonders am Salzsee Pikrolimni deutlich zu erkennen, der einst Touristen anzog und mittlerweile fast vollständig ausgetrocknet ist. Die Gemeinde Kilkis hat die Bewohner aufgefordert, sparsam mit Wasser umzugehen.

Ausnahmezustand erklärt

Das Generalsekretariat für Katastrophenschutz hat den Ausnahmezustand für 14 Gemeinden im ganzen Land erklärt, darunter beliebte Urlaubsinseln wie Kreta, Sifnos, Leros und Kefalonia. Es herrscht nicht nur dort Not.

Der kommende Regen wird sehnsüchtig erwartet. Schon in den nächsten Tagen soll es soweit sein, wie Meteorologen vorhersagen. Sie erwarten Niederschläge in vielen Teilen des Landes. Alternativ vertrauen die Griechen auf eine Bauernregel, die besagt, dass auf einen heißen, regenarmen Sommer ein kalter, schneereicher Winter folgt.

dpa