Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Durch Replik ersetzt: Londoner Zoo baut Banksys Kunstwerk ab

Der britische Künstler hatte tagelang neue Tierbilder in London veröffentlicht. Vergangene Woche erschien das vorerst letzte Bild. Der Londoner Zoo hat es nun vorsorglich entfernt.

Der Londoner Zoo hat das Gorilla-Wandbild von Banksy von seinem Eingangstor ausgetauscht.
Foto: Brian Melley/AP/dpa

Der Londoner Zoo hat ein Kunstwerk des britischen Künstlers Banksy entfernt und durch eine Kopie ersetzt. Das Bild zeigt einen Gorilla, der den Rollladen hochhebt und scheinbar andere Tiere freilässt. Das Kunstwerk wurde letzte Woche enthüllt – es war das neunte und vorerst letzte in der Serie, die Banksy auf Instagram veröffentlicht hatte.

Laut der britischen Nachrichtenagentur PA wurde es nun durch eine Replik ersetzt. Der Zoo hatte diesen Schritt auf der Plattform X angekündigt. Ein Hinweisschild informierte, dass das Kunstwerk aus der Öffentlichkeit entfernt wurde, um es zu bewahren und den Eingang wieder voll nutzen zu können.

https://x.com/zsllondonzoo/status/1824117609278894282

Die nächsten Schritte müssten noch entschieden werden, schrieb der Zoo. «Wir entschuldigen uns für jegliche Enttäuschung, aber hoffen, dass Sie trotzdem noch die Freude und Kreativität von Banksys brillantem Werk hier genießen können.»

Neun Kunstwerke und einige schon weg

Der anonyme Banksy hatte neun Tierbilder enthüllt, darunter einen Steinbock, drei Affen und zwei Pelikane an der Fassade eines Fish-and-Chips-Ladens. Die Kunst im öffentlichen Raum ist jedoch anfällig für Vandalismus und Diebstahl. Ein maskierter Mann beschmierte das Bild eines Nashorns nur wenige Stunden nach der Enthüllung. Unbekannte montierten auch eine Satellitenschüssel mit einem heulenden Wolf ab.

Ein Polizeihäuschen mit Piranhas wurde aus Angst vor Zerstörung zunächst abgesperrt und dann an einen sicheren Ort gebracht, wie die City of London mitteilte. Auch eine Raubkatze auf einer Werbetafel wurde nach kurzer Zeit angeblich aus Sicherheitsgründen abgebaut. Der Eigentümer hat versprochen, das Werk einer Kunstgalerie zu schenken.

dpa