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Eishöhle auf Island eingestürzt: Verletzte und Vermisste

Die Gegend um die Gletscherlagune Jökulsarlon auf Island ist bei Touristen beliebt. Ein Highlight: geführte Touren durch Eishöhlen. Dabei kommt es zu einem Unglück.

Die Gegend ist bei Touristen beliebt. (Archivbild)
Foto: Steffen Trumpf/dpa

Beim Einsturz einer Eishöhle auf Island wurden zwei Personen schwer verletzt, während zwei weitere noch vermisst werden. Sie waren Teil einer 25-köpfigen Touristengruppe, die die Höhle im Gletscher Breidamerkurjökull während einer Führung besuchte, als das Unglück passierte.

Etwa 100 Rettungskräfte, einschließlich spezialisierter Höhlenretter, sowie Hubschrauber wurden eingesetzt, wie der Sender RÚV berichtete. Eine Sprecherin der Behörde sagte, dass die Bedingungen auf dem Gletscher sehr herausfordernd seien.

Vermissten-Suche «mehr oder weniger komplett mit der Hand»

Ein leitender Polizist, Sveinn Kristján Rúnarsson, sagte RÚV zufolge, die Retter könnten kein schweres Bergungsgerät auf den Gletscher bringen und müssten bei der Suche nach den Vermissten «mehr oder weniger komplett mit der Hand» arbeiten. Es gebe noch keinen Kontakt zu den beiden im Eis eingeschlossenen Personen, sagte er demnach. Die beiden geborgenen Touristen hätten schwere Verletzungen erlitten.

Laut RÚV wurde ein Verletzter in ein Krankenhaus in der Hauptstadt Reykjavik geflogen. Es stehen drei Hubschrauber bereit, um weitere Verletzte zu transportieren. Ein Tourist, der kurz zuvor die Höhle besucht hatte und erst im Hotel vom Einsturz erfuhr, sagte dem Sender, dass die Höhle nur drei bis fünf Meter tief sei.

Der Breidamerkurjökull im Südosten der Atlantik-Insel ist ein Ausläufer des Gletschers Vatnajökull, der an der Gletscherlagune Jökulsarlon liegt. Der See mit seinen schwimmenden Eisbergen ist eine der größten Touristenattraktionen Islands und war Drehort für bekannte Hollywoodfilme wie «James Bond» und «Tomb Raider» mit Angelina Jolie. In der Region werden zahlreiche Wanderungen durch Eishöhlen angeboten.

dpa