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Starkes Erdbeben erschüttert Neapel und Umgebung

Person verletzt, Häuser beschädigt – Phlegräische Felder im Fokus

Erneut bebt die Erde in den Phlegräischen Feldern. Menschen laufen verängstigt auf die Straße.
Foto: Antonio Balasco/LPS via ZUMA Press Wire/dpa

Das Gebiet um die süditalienische Großstadt Neapel wurde von einem starken Erdbeben getroffen. Das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) gab die Stärke mit 4,4 an und lokalisierte das Epizentrum in den Phlegräischen Feldern, einem Supervulkan. Gemäß den Behörden wurde eine Person beim Einsturz eines Dachbodens verletzt.

Das Erdbeben wurde um 1.25 Uhr registriert. Laut INGV folgte um 1.40 Uhr ein weiterer Erdstoß mit einer Stärke von 1,6, gefolgt von vier weiteren Nachbeben. Die Erschütterung war vor allem in den umliegenden Ortschaften der Phlegräischen Felder deutlich zu spüren. Viele Menschen verließen verängstigt ihre Häuser und liefen auf die Straße, wie die Medien berichteten.

https://x.com/DPCgov/status/1900027289045205228

Vor allem die Städte Pozzuoli und Bacoli sowie die neapolitanischen Bezirke Fuorigrotta und Bagnoli waren vom Erdbeben betroffen. In Bagnoli stürzte ein Dachboden ein. Die Feuerwehr konnte eine Frau lebend aus den Trümmern retten. Trümmer fielen von den Gebäuden und landeten auf den Straßen, es bildeten sich Risse in den Häusern und Teile der Fassaden stürzten herab.

Größere Schäden und weitere Verletzte wurden zunächst nicht gemeldet. Dennoch sollen aus Sicherheitsgründen am Donnerstag die Schulen in der betroffenen Gegend geschlossen bleiben. Viele Menschen mussten die Nacht in verschiedenen Notunterkünften verbringen. Dort kam es Berichten zufolge teilweise zu chaotischen Szenen mit verärgerten Bürgern.

Die Phlegräischen Felder, ein Gebiet mit hoher vulkanischer Aktivität, wurden seit einiger Zeit von Erdbeben erschüttert. In der Regel handelt es sich um kaum spürbare Erschütterungen. Seit elf Jahren gilt für das Gebiet die Alarmstufe Gelb, die zur Vorsicht mahnt. Das neueste Erdbeben hatte die gleiche Stärke wie das Erdbeben im vergangenen Mai. Es war damals das stärkste Erdbeben seit rund 40 Jahren.

dpa