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Entspannung auf Santorini: Bewohner kehren zurück

Die Schulen sind wieder geöffnet, doch Experten warnen vor möglichen stärkeren Erdbeben. Tourismusbranche und Buchungen leiden unter Unsicherheit.

Immer mehr Menschen kehren mit den Fähren zurück nach Santorini. (Archivfoto)
Foto: Petros Giannakouris/AP/dpa

Trotz der anhaltenden Erdbeben auf der griechischen Ferieninsel Santorini kehren immer mehr Bewohner zurück, die das Eiland aus Sicherheitsgründen verlassen hatten. Die Intensität des Erdbebenschwarms, der bereits fast zwei Monate andauert, hat abgenommen. Auch wenn es immer noch gelegentlich zu Beben kommt, handelt es sich mittlerweile um schwache Erschütterungen, die kaum noch spürbar sind, wie die Daten des Geodynamischen Instituts Athen zeigen.

Die Schulen auf der Insel sind nun wieder geöffnet. Laut Seismologe Kostas Papazachos hat die Erdbebenserie in Stärke und Sequenz nachgelassen, so dass es keinen Grund mehr gibt, die Schulen geschlossen zu halten. Die Schüler wissen, wie sie sich bei Erdbeben verhalten sollen – genauso wie in ganz Griechenland.

Papazachos und seine Kollegen geben jedoch keine Entwarnung. Es besteht die Möglichkeit sowohl eines erneuten stärkeren Erdbebenschwarms als auch eines Abklingens des Phänomens. Die Beben könnten noch Monate anhalten. Ein großes Hauptbeben, das normalerweise Entlastung in eine seismisch aktive Region bringt, hat auf Santorini bisher nicht stattgefunden – auch diese Entwicklung schließen die Experten nicht aus.

Tourismussaison gefährdet

Die Santoriner sind weiterhin besorgt über die diesjährige Tourismussaison. Laut dem griechischen Tourismusministerium haben die internationalen großen Kreuzfahrtveranstalter noch nicht entschieden, ob Santorini wieder in das diesjährige Programm aufgenommen wird oder nicht. Aufgrund der Erdbeben haben die ersten Schiffe der Saison bereits im Februar die Insel umfahren und stattdessen andere Ziele wie Kreta angesteuert.

Beim Hotelverband Santorini wird über einen Rückgang der Reservierungen gesprochen, einige griechische Medien berichten von einem Drittel weniger Buchungen im Vergleich zum Februar 2024. Das deutsche Auswärtige Amt warnt weiterhin in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen davor, nicht notwendige Reisen nach Santorini sowie den nahegelegenen Inseln Amorgos, Anafi und Ios zu unterlassen.

dpa