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Es bleibt winterlich in Deutschland

Das winterliche Wetter hält auch am Mittwoch an. Im Nordosten führt das zu einem seltenen Naturschauspiel.

In Mecklenburg-Vorpommern führten die winterlichen Temperaturen zu einem seltenen Naturschauspiel.
Foto: Jens Büttner/dpa

Auch heute müssen sich die Menschen in einigen Teilen Deutschlands auf winterliche Bedingungen mit Regen und Schnee einstellen. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) fällt tagsüber zunächst Regen im Westen, Südwesten und in Teilen der Mitte. Experten erwarten Schnee vom Emsland über Ostwestfalen, Teile Niedersachsens bis nach Thüringen und Nordhessen. Am Nachmittag sinkt auch im Südwesten die Schneefallgrenze, wie der DWD weiterhin mitteilte. Im Nordosten und Osten bleibt es jedoch größtenteils trocken.

Der DWD hatte zuvor für den Abend und die Nacht zum Mittwoch in mehreren Regionen erneut mit Glatteis gerechnet und vor erheblichen Verkehrsproblemen gewarnt. Besonders betroffen waren die westlichen und südwestlichen Mittelgebirge, der zentrale Mittelgebirgsraum sowie der Osten Baden-Württembergs. Die Leitstellen der Einsatzkräfte sahen die Lage auf den Straßen in der Nacht jedoch als entspannt an.

Der Wetterdienst warnt auch am Morgen in weiten Teilen des Landes weiterhin vor Glätte. Es besteht erhöhte Glättegefahr durch gefrierenden Regen an der südlichen Ostseeküste, dem Süden von Thüringen und im Norden Bayerns. Die Meteorologen warnen zudem im Alpenvorland vor Sturmböen.

Einschränkungen im Bahnverkehr entspannen sich

Am Dienstag gab es im Bahnverkehr aufgrund von vereisten Oberleitungen und Weichen Einschränkungen, die sich im Laufe des Vormittags teilweise entspannten. In Berlin wurde der Straßenbahnverkehr aufgrund vereister Oberleitungen zeitweise eingestellt. Fast alle Metrolinien sind inzwischen zumindest auf zentralen Abschnitten wieder in Betrieb. Es ist jedoch auch heute weiterhin mit Einschränkungen zu rechnen.

Am Dienstag wurde in mehreren Regionen auch der Präsenzunterricht an Schulen abgesagt. In Teilen Frankens im Norden Bayerns wurde der Unterricht gestrichen, da Schulwege und Schülerbeförderung als unsicher eingestuft wurden. Es wurden Notbetreuungen angeboten oder auf Fernunterricht umgestellt. Sowohl in der Stadt Erlangen als auch im Landkreis Kulmbach entfällt auch heute der Präsenzunterricht.

Deutschlands größter Binnensee zugefroren

In Mecklenburg-Vorpommern führten die winterlichen Temperaturen zu einem seltenen Naturschauspiel: Die Müritz – Deutschlands größter Binnensee – ist komplett zugefroren. Seit Anfang der Woche habe man die Bestätigung, dass die Eisdecke des Sees geschlossen ist, sagte Domenik Oldenburg vom Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Elbe, Außenbezirk Waren. Das Randeis ist nach Angaben der Behörde etwa 20 bis 25 Zentimeter dick, soweit messbar.

Sturmtief «Joseph» fegt über Spanien und Portugal 

In den bei Deutschen beliebten Urlaubsländern Spanien und Portugal sorgte das Atlantiktief «Joseph» weiter für nasskaltes und stürmisches Winterwetter. Im südspanischen Torremolinos wurde am Dienstag eine Frau von einer umstürzenden Palme erschlagen, wie der Rettungsdienst 112 auf der Plattform X mitteilte. Für weite Teile der normalerweise sonnenverwöhnten Iberischen Halbinsel sagen die Meteorologen Sturmböen voraus – auf den Berggipfeln Mallorcas sogar mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde und südlich von Porto an der Küste Portugals von bis zu 140 km/h.

dpa