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EU verbietet Mini-Shampoos!

Was viele Reisende aus Hotelbädern kennen, steht vor dem Aus: Die Europäische Union plant das Ende der kleinen Shampoo- und Duschgel-Fläschchen. Bis 2030 sollen die Mini-Plastikprodukte weitgehend verschwinden.

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Foto: depositphotos

Die Europäische Union verschärft ihre Regeln gegen Einwegplastik. Betroffen sind unter anderem die typischen Mini-Shampoos und Duschgels in Hotelzimmern. Nach aktuellen Vorgaben sollen diese kleinen Einwegverpackungen bis spätestens 2030 aus Hotels in der EU verbannt werden.

Ziel: Weniger Plastikmüll

Hintergrund ist die neue EU-Verpackungsverordnung, mit der der Verpackungsmüll in Europa deutlich reduziert werden soll. Gerade im Hotelgewerbe fallen täglich große Mengen kleiner Plastikbehälter an, die meist nur einmal verwendet und anschließend entsorgt werden.

Schätzungen zufolge landen Millionen solcher Mini-Fläschchen jedes Jahr im Müll. Die EU will mit dem Verbot einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten und Ressourcen schonen.

Hotels müssen umstellen

Für Hotels bedeutet die Neuregelung eine grundlegende Umstellung. Statt Einwegflaschen sollen künftig nachfüllbare Spender in Duschen und an Waschbecken eingesetzt werden. Viele größere Hotelketten haben bereits begonnen, auf fest installierte Seifen- und Shampoo-Spender umzusteigen.

Besonders kleine Betriebe stehen nun vor organisatorischen und finanziellen Anpassungen, da bestehende Systeme ersetzt werden müssen.

Weitere Einwegprodukte im Fokus

Die Mini-Shampoos sind Teil eines größeren Maßnahmenpakets. Auch andere kleine Einwegverpackungen im Hotel- und Gastronomiebereich geraten ins Visier der EU-Regelungen. Ziel ist es, unnötige Verpackungen grundsätzlich zu vermeiden und wiederverwendbare Lösungen zu fördern.

Bis 2030 bleibt den Betrieben Zeit, sich auf die neuen Vorgaben einzustellen. Danach sollen Einweg-Miniaturflaschen in Hotelbädern innerhalb der Europäischen Union der Vergangenheit angehören.

TS
Quellen: Bild.de