Ein Mann zündet in Moskau nahe eines Bahnhofs einen Sprengsatz in unmittelbarer Nähe von Polizisten. Ein Beamter stirbt, zwei weitere werden verletzt. Auch der mutmaßliche Angreifer kommt ums Leben – die Behörden ermitteln zu Motiv und Hintergründen.
Explosion in Moskau: Polizist bei Sprengsatz-Attacke getötet

In der russischen Hauptstadt Moskau ist es in der Nacht zum Dienstag zu einem schweren Angriff auf Polizeibeamte gekommen. Ein Unbekannter zündete in der Nähe des Sawjolowoer Bahnhofs einen Sprengsatz, bei dem ein Polizist ums Leben kam und zwei weitere verletzt wurden. Der mutmaßliche Täter starb nach Angaben der Behörden ebenfalls am Tatort.
Täter nähert sich Polizeifahrzeug
Nach offiziellen Angaben näherte sich der Angreifer kurz nach Mitternacht einem Verkehrspolizei-Streifenwagen, der auf dem Platz des Savyolovsky Train Station stand, und zündete den Sprengsatz direkt neben dem Fahrzeug. Der Kollaps der Explosion tötete den Polizisten auf der Stelle; zwei weitere Beamte mussten mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Auch der Täter wurde tot aufgefunden.
Ermittlungen laufen
Die russischen Behörden haben eine Untersuchung durch das Ermittlungskomitee eingeleitet. Bisher wurden weder die Identität des Angreifers noch ein mögliches Motiv offiziell bestätigt. Angaben zur Art des verwendeten Sprengsatzes gibt es bislang nicht. Sicherheitskräfte sperrten den Bereich rund um den Bahnhof weiträumig ab und sicherten Spuren am Tatort.
Kontext: Gewalt in Moskau und Ukraine-Krieg
Der Vorfall ereignete sich am vierten Jahrestag der Entscheidung des russischen Präsidenten, Truppen in die Ukraine zu entsenden, was einige internationale Medien als möglichen Kontext für erneute Gewaltakte erwähnen, ohne dass ein direkter Zusammenhang bislang bestätigt wurde.
Bedeutung des Tatorts
Der Sawjolowoer Bahnhof ist einer der verkehrsreichsten Bahnhöfe Moskaus und ein zentraler Knotenpunkt im öffentlichen Personennah- und Fernverkehr. Angriffe in solchen Bereichen werfen verstärkt Fragen nach der Sicherheit öffentlicher Orte in der russischen Hauptstadt auf, insbesondere angesichts anhaltender Spannungen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt.
Weitere Details zur Identität des Angreifers, zu möglichen Hintergründen oder zu einem politischen Motiv stehen weiterhin aus; die Ermittlungen dauern an.
Hören sie auch: The Cryptonist und Finanz-News mit Markus Bergmann








