Die Polizei erhält viele Tipps, aber noch keine heiße Spur. Experten aus anderen Bundesländern beteiligen sich an der Suche nach den Tätern.
Spektakulärer Bankeinbruch in Gelsenkirchen, Ermittler verfolgen zahlreiche Hinweise

Nach dem spektakulären Bankeinbruch in den Tresorraum der Sparkasse Gelsenkirchen gehen die Ermittler einer «Flut» an Hinweisen nach. Eine heiße Spur gibt es den Angaben zufolge aber nicht.
«Das reißt gar nicht mehr ab», sagte ein Polizeisprecher zu den Hinweisen. Dabei gebe es ein breites Spektrum. So meldeten sich auch Sachverständige und Ermittler aus anderen Bundesländern, um Hinweise in dem Fall zu geben.
Anderen Hinweisgebern seien Kleinigkeiten auf kursierenden Aufnahmen aus der Tiefgarage aufgefallen. «Wir haben viele Hinweise aus vielen Richtungen», sagte der Polizeisprecher. Eine Festnahme stehe derzeit aber nicht an.
Die Ermittler prüften, ob die Täter auch einen weißen Transporter bei dem spektakulären Einbruch in die Filiale eingesetzt haben. «Wir halten es für möglich, dass der Transporter an der Tat beteiligt war», erklärte der Sprecher.
Am Dienstag berichtete die Polizei von einem schwarzen hochmotorisierten Auto mit maskierten Männern, das auf Videoaufnahmen im angrenzenden Parkhaus zu sehen war. Das Kennzeichen wurde in Hannover gestohlen.
Einbruch über mehrere Tage?
Die Täter hatten fast alle 3.250 Kunden-Schließfächer der Sparkasse-Filiale im Stadtteil Buer aufgebrochen, indem sie in einen Archivraum eindrangen und von dort aus ein großes Loch in den Tresorraum bohrten.
Laut dem Polizeisprecher wurde der große Spezialbohrer, auch bekannt als Kernbohrer, nicht am Tatort gefunden. Es wird angenommen, dass die Täter das Gerät wieder mitgenommen haben.
Die Einsatzkräfte entdeckten den Einbruch am frühen Montagmorgen aufgrund eines Alarms der Brandmeldeanlage. Die Diebstahlserie erstreckte sich wahrscheinlich über mehrere Tage: Zeugen sahen in der Nacht von Samstag auf Sonntag mehrere Männer mit großen Taschen im Treppenhaus des Parkhauses.
Die Höhe der Beute wurde zunächst auf etwa 30 Millionen Euro geschätzt, könnte jedoch auch höher sein. Die Sparkassenfiliale bleibt vorerst geschlossen. Zu Beginn der Woche hatten sich besorgte Kunden vor der Filiale versammelt, um Informationen zu erhalten.








