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Forscher schlagen Alarm – Vogelgrippe-Mutation könnte Pandemie noch übertreffen

„Noch schlimmer als Corona?“ – Eine führende Virologin warnt, die Vogelgrippe könnte durch eine Mutation zur neuen globalen Bedrohung werden. Ein Warnschuss, der alle Alarmglocken schrillen lässt.

Foto: Depositphotos

Ein renommierter Wissenschaftlerverbund ruft zur Vorsicht: Das Institut Pasteur in Frankreich warnt davor, dass eine mutierte Variante des Vogelgrippe-Virus das Potenzial besitzt, gefährlicher zu werden als alle bisherigen Pandemien – einschließlich der Corona-Krise.

Warum die Vogelgrippe-Warnung jetzt so ernst genommen wird

Nach Angaben der Expertin Marie‑Anne Rameix‑Welti vom Institut Pasteur könnte eine neuartige Mutation des derzeit zirkulierenden Vogelgrippe-Virus dazu führen, dass es sich dauerhaft an Säugetiere und den Menschen anpasst und von Mensch zu Mensch übertragbar wird.

Bisher infizierten sich Menschen meist nur durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren – häufig ohne anschließende Übertragung. Doch die neue Warnung beschreibt ein Worst-Case-Szenario: Ein Virus, das wie eine Grippe mutiert, aber eine deutlich höhere Mortalität aufweist.

Todesfälle, Mutationen und eine sich verdichtende Gefahr

In den letzten Jahren sind immer wieder vereinzelte Vogelgrippe-Infektionen bei Menschen aufgetreten – meist nach engem Kontakt mit Geflügel oder Wildvögeln. Aber mit der neuen Mutation wächst die Angst, dass solche Einzelfälle bald vermehrt zu einem echten Gesundheitsrisiko werden könnten.

Hinzu kommt: Die menschliche Bevölkerung hat kaum Immunität gegen Vogelgrippe-Stämme – anders als bei saisonaler Grippe. Selbst junge und scheinbar gesunde Menschen könnten schwer erkranken, warnen Forscher.

Gibt es Impfstoffe und Schutzmaßnahmen? Experten sehen begrenzte Optionen

Das Institut Pasteur betonte zwar, dass bereits Impfstoffkandidaten und antivirale Medikamente existieren, die im Falle einer Verbreitung wirksam sein könnten.

Doch gleichzeitig warnen Epidemiologen und Gesundheitsexperten: Die Welt sei zwar besser vorbereitet als zu Beginn von Covid-19 — dennoch sei eine neue Pandemie, ausgelöst durch eine aggressive Vogelgrippe-Mutation, eine schwer kalkulierbare Gefahr mit potenziell hohen Folgen.

Warum viele Wissenschaftler Influenza weiterhin als größte Pandemie-Gefahr sehen

Bereits vor der aktuellen Warnung galt das Vogelgrippe- bzw. Influenzavirus bei vielen Virologen als wahrscheinlichster Auslöser der nächsten globalen Seuche. Eine große Studie zeigte: Über die Hälfte der führenden Fachleute rechnet mit einer Grippe-Pandemie als nächstem globalen Pandemie-Risiko.

Demnach kann das Zusammenspiel aus Mutationsfähigkeit, weltweiter Verbreitung von Vögeln und mangelnder Immunität in der Bevölkerung fatale Konsequenzen haben, wenn das Virus nicht frühzeitig gestoppt wird.

Jetzt wachsam sein – und Verantwortung übernehmen

Während die Forschung an Impfstoffen und antiviralen Mitteln voranschreitet, fordern Gesundheitsexperten weltweit mehr Überwachung, strikte Kontrollen bei Geflügelzucht und verstärkte Aufklärung der Bevölkerung.

Besonders wichtig sei es, potenzielle Infektionsketten frühzeitig aufzudecken und zu unterbinden, bevor eine neue Pandemie wie ein Flächenbrand um sich greifen kann.

TS
Quellen: welt.de