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Gebühren für Personalausweis steigen – Kosten ziehen deutlich an

Der Personalausweis wird deutlich teurer: Die Gebühren für das wichtige Ausweisdokument sind bundesweit um fast 25 Prozent gestiegen. Verbraucher müssen für Neuausstellungen und Verlängerungen nun spürbar mehr zahlen – Kritik an der Kostensteigerung lässt nicht lange auf sich warten.

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Foto: NF24 / KI

Die Kosten für den deutschen Personalausweis sind deutlich teurer geworden: Die Gebühr für den Standard-Ausweis ohne Fingerabdrücke ist zum 1. März 2026 um fast 25 Prozent erhöht worden. Betroffen sind alle Antragstellerinnen und Antragsteller – sowohl Erst- als auch Folgekosten für Verlängerungen steigen spürbar. Die Erhöhung gilt bundesweit und wurde von zahlreichen Städten und Gemeinden bereits umgesetzt.

Übersicht: Das kostet der neue Personalausweis

Bisher lag die Gebühr für den Personalausweis für Personen ab 24 Jahren bei 37,00 Euro. Nach der Erhöhung müssen Antragsteller nun 46,00 Euro bezahlen – ein Anstieg um etwa 24,3 Prozent. Für jüngere Personen (unter 24 Jahren) erhöht sich der Beitrag von 22,80 Euro auf 27,50 Euro. Auch Zusatzoptionen wie der Express-Ausweis oder der Ausweis mit elektronischer Signatur werden teurer.

Diese gestiegenen Kosten gelten für alle, die ihren Ausweis neu beantragen oder verlängern lassen – sei es wegen Ablauf, Verlust oder Änderung persönlicher Daten.

Begründung: Mehr Aufwand und höhere Verwaltungskosten

Offizielle Stellen begründen die Erhöhung mit gestiegenen Verwaltungskosten und höheren Anforderungen bei der Produktion der Dokumente. Dazu zählen etwa höhere Sicherheitsstandards, steigende Personalkosten in den Bürgerbüros sowie aufwendigere technische Prozesse. Auch die Bundesdruckerei als Aussteller kommt für die Kostensteigerung nicht zuletzt durch Investitionen in digitale Sicherheitsfeatures auf.

Behörden betonen, dass der Ausweis eines der wichtigsten Identifikations- und Reisedokumente im Alltag ist – und sein Wert und Schutz durch moderne Technik künftig noch zunehmen soll.

Kritik von Verbraucherschützern

Verbraucherschützer bewerten die Erhöhung kritisch – besonders vor dem Hintergrund steigender Lebenshaltungskosten. Die Organisation Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) bezeichnete die Anpassung als „hohe Belastung für viele Haushalte gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten“, vor allem für Familien mit mehreren Ausweisträgern.

Zudem sei aus Sicht von Experten nicht nachvollziehbar, warum insbesondere die Standardgebühren überproportional steigen, während günstigere Online-Optionen oder Verwaltungsvereinfachungen nicht stärker vorangetrieben würden.

Reaktionen aus Politik und Verwaltung

Einige Kommunalpolitiker verteidigen die Entscheidung: So argumentiert ein Sprecher des Deutschen Städtetags, dass eine Kostenanpassung notwendig sei, um die Servicequalität in den Bürgerämtern aufrechtzuerhalten. Ohne entsprechende Finanzierung drohten längere Wartezeiten und geringere Digitalisierungsschritte.

Andere Stimmen fordern hingegen, die Grundgebühr wieder zu senken oder zumindest Staffelpreise je nach Einkommen einzuführen. Eine bundespolitische Debatte über eine mögliche Reform der Gebührenordnung könnte folgen.

Was Antragstellende jetzt wissen müssen

  • Gültig seit: 1. März 2026
  • Erhöhung um: rund 25 % bei Standardausweis für Erwachsene
  • Neue Gebühr (ab 24 Jahre): 46,00 Euro
  • Neue Gebühr (unter 24 Jahre): 27,50 Euro

Die Erhöhung gilt unmittelbar mit Inkrafttreten und wird bei jeder Ausstellung eines neuen Ausweisdokuments berechnet. Bürgerinnen und Bürger sollten dies bei der Planung ihrer Behördengänge berücksichtigen.

bh
Quellen: BILD