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Gesunkene Jacht vor Sizilien: Taucher dringen ins Innere vor

Eine Luxusjacht sinkt vor Sizilien bei einem Sturm – sechs Menschen werden vermisst. Die Suche nach ihnen läuft auch Hochtouren. Wie ist der Stand?

Die Suche nach den sechs Vermissten läuft auch Hochtouren (Foto aktuell).
Foto: Salvatore Cavalli/AP/dpa

Nach dem Sinken einer Segeljacht vor der Küste Siziliens ist es den Spezialtauchern gelungen, in den Schiffsrumpf vorzudringen. Dafür mussten die auf Höhlen spezialisierten Taucher eine drei Zentimeter dicke Glasscheibe unter Wasser öffnen. Dies meldete die italienische Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die Feuerwehr. Durch einen kleinen Spalt gelangten sie ins Innere der Luxusjacht «Bayesian», allerdings noch immer nicht in die Kabinen im Unterdeck, in denen die sechs Vermissten vermutet werden.

Das Wrack der etwa 50 Meter langen «Bayesian» befindet sich in einer Tiefe von 49 Metern auf dem Meeresgrund. Das Schiff liegt nach Angaben der Feuerwehr auf der Seite, was die Arbeiten unter Wasser erschwert. Am Dienstag konnten die Taucheinheiten der Feuerwehr bereits einige Räume unterhalb der Kommandobrücke untersuchen. 

Die «Bayesian» war am frühen Montagmorgen bei einem schweren Unwetter mit starken Winden vor dem Hafen von Porticello unweit von Palermo untergegangen. An Bord waren insgesamt 22 Menschen. 15 Menschen konnten nach dem Unglück gerettet und an Land gebracht werden. Zunächst wurden sieben Menschen vermisst, später wurde eine Leiche im Wasser gefunden. Die Suche nach den sechs Vermissten läuft seitdem auf Hochtouren.

Laut Behörden handelt es sich bei den sechs Vermissten um vier Briten und zwei US-Amerikaner. Zu den Vermissten gehören der britische Tech-Unternehmer Mike Lynch und seine Tochter sowie zwei Ehepaare.

Fall erinnert an «Costa Concordia»

Die Bergung der Passagiere ist so kompliziert, dass sie die Rettungskräfte an den Fall der «Costa Concordia» erinnert. Das Kreuzfahrtschiff war 2012 vor der Küste der Toskana gesunken. Damals waren 32 Menschen ums Leben gekommen. «Die „Bayesian“ ist eine kleine „Concordia“», zitierten italienische Medien einen der beteiligten Rettungstaucher.

dpa