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Zweigeteiltes Wetterwochenende in Deutschland: Kälte im Osten, Frühlingsgefühle im Westen

Schnee macht sich rar, Regen und Schnee im Westen, mildere Temperaturen im Südwesten. Zweistellige Plusgrade am Niederrhein, mäßiger Frost in Vorpommern.

Im Süden kann es teils zu Sichtweiten unter 150 Meter kommen.
Foto: Jan Woitas/dpa

Das Wetter ist am Wochenende in Deutschland zweigeteilt: Die einen sitzen nach der Wetterdienst-Vorhersage in einem «Gefrierschrank», der sich wegen des Windes noch kälter anfühlt als er ist. Die anderen bekommen bei zweistelligen Temperaturen fast Frühlingsgefühle.

Der Schnee macht sich langsam rar: Am Samstag gibt es im Nordosten «letzte Flocken», sonst bleibt es bei meist starker Bewölkung trocken. Im Alpenraum zeigt sich vielfach die Sonne. Im Südwesten und Westen fällt etwas Regen, in höheren Lagen auch Schnee. 

Das Niederschlagsgebiet verlagert sich bis zum Abend nach Niedersachsen. «Dort kann sowohl Regen niedergehen, der auf gefrorenem Boden zu Glatteis führt, oder es kann schneien», sagte Meteorologe Markus Eifried vom Deutschen Wetterdienst (DWD). «Was genau passiert, lässt sich noch nicht mit Bestimmtheit prognostizieren.»

Winterjacke im Nordosten

«Sicher vorhersagen lässt sich dagegen das zweigeteilte Temperaturniveau über der Bundesrepublik: Während die Ost- und Nordhälfte mit kalter Festlandsluft geflutet wird, bleibt es im Westen und Südwesten vergleichsweise mild», so der Meteorologe. 

Konkret sieht das am Wochenende so aus: Am Nieder- und Oberrhein werden lokal zweistellige Plusgrade erwartet, während in Vorpommern und der Uckermark für den mäßigen Frost nur eine kurze Pause gibt. «Ein frischer Wind lässt dort das Ganze noch kälter wirken, dicke Winterjacken sind dort vonnöten», sagt Eifried.

Am meisten Sonne an den Alpen

In der Nacht zum Sonntag gibt es eine Mischung aus Wolken und Auflockerungen, teilweise klart es auf, teilweise bildet sich erneut Nebel. Im Westen fällt hingegen vereinzelt Regen. Dort herrschen teilweise frostfreie Bedingungen, während im Nordosten örtlich strenger Frost auftritt.

Am Sonntag und Montag gibt es Auflockerungen im Nordosten sowie im Westen und Südwesten, während es dazwischen stark bewölkt bis bedeckt bleibt. Die Alpen werden erneut von viel Sonnenschein gekennzeichnet, dasselbe gilt für Montag für Vorpommern und auch den Bayerischen Wald.

Straßenverhältnisse am Montag

In der Osthälfte bleibt es am Montag größtenteils trocken, während es im Westen wechselhafter ist. Es regnet etwas, aber die Niederschlagsmengen sind kaum erwähnenswert. Das ist eine gute Nachricht für Berufspendler, die aufgrund des Streiks im öffentlichen Nahverkehr am Montag auf ihr eigenes Auto umsteigen müssen.

Laut der neuesten Prognose wird am Montag kein Glatteis erwartet, wie Eifried der Deutschen Presse-Agentur mitteilte: „Dort, wo es ein bisschen regnen könnte – im Westen und Südwesten – sind die Temperaturen über null. In kälteren Gebieten und auch im Übergangsbereich um null Grad wird kein Niederschlag erwartet.“

Und wie geht es weiter? Die Zweiteilung bleibt und erst mal erhalten. «Der Nordosten bleibt temperaturtechnisch im Gefrierschrank, verbreitet liegen die Höchstwerte im mäßigen Frostbereich», sagt der Meteorologe. «Im äußersten Südwesten sind dagegen wieder zweistellige Plusgrade drin.»

dpa