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Zum Wochenstart in vielen Regionen weiter winterlich

Winterwetter und Glätte sorgen vielerorts weiter für Gefahren auf den Straßen und Einschränkungen im Schienenverkehr. Montagfrüh kommen noch Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr hinzu.

Im Nordosten Deutschlands - wie hier in Berlin - bleibt es kalt.
Foto: Fabian Sommer/dpa

Der Beginn der neuen Woche könnte insbesondere für Pendler herausfordernd sein. Laut den Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) besteht in einigen Regionen weiterhin die Gefahr von gefrierendem Regen und Straßenglätte. Darüber hinaus hat die Gewerkschaft Verdi für Montag in fast allen Bundesländern zu Warnstreiks bei kommunalen Verkehrsunternehmen aufgerufen. Diese sind aufgrund der laufenden Tarifverhandlungen geplant. Es ist mit erheblichen Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr zu rechnen.

Lokale Glatteisgefahr

Der DWD in Offenbach teilte mit, dass in der Nacht zum Montag im Nordwesten sowie vereinzelt Richtung Landesmitte zeitweise gefrierender Regen oder auch Schnee fallen könne. Lokal bestehe Glatteisgefahr. Meteorologe Nico Bauer vom DWD erklärte, dass sich tagsüber die Menschen im Nordosten sowie ganz im Süden zeitweise auf etwas Sonne freuen könnten.

Ansonsten sei der Himmel meist wolkenverhangen. «Im Westen fallen hier und da auch ein paar Tropfen. Im äußersten Nordwesten kann dieser auch gefrieren.» Die Spanne bei den Höchstwerten liegt zwischen minus 8 Grad an der Oder und plus 11 Grad entlang des Oberrheins. 

Mit kostenlosem Splitt spiegelglatte Gehwege sichern

Die Berliner Stadtreinigung (BSR) bietet aufgrund des anhaltenden Winterwetters ab sofort kostenlosen Splitt an. Bürgerinnen und Bürger in Berlin können an zehn BSR-Betriebshöfen Splitt in selbst mitgebrachte Eimer oder andere Behälter füllen lassen. Aufgrund von teils spiegelglatten Gehwegen in Berlin seit Tagen, hat der Senat angekündigt, den Einsatz von Streusalz kurzfristig zu erlauben – obwohl es aus Umweltgründen eigentlich weitgehend verboten ist.

Leere Sonderfahrten der Straßenbahnen trotz Warnstreiks

Trotz des Warnstreiks im Berliner Nahverkehr am Montag sollen Straßenbahnen im Einsatz sein, um ein erneutes Einfrieren von Oberleitungen zu verhindern. Verdi und die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben einen entsprechenden Kompromiss geschlossen, wie beide mitteilten. Die Straßenbahnen werden ohne Passagiere fahren.

Eine Sprecherin der BVG erklärte, dass die Sondervereinbarung in der Hoffnung besteht, dass nach dem Warnstreik am Dienstag wieder stabil gefahren werden kann, sofern die Oberleitungen eisfrei gehalten werden.

In vielen Städten bleiben Busse und Straßenbahnen im Depot

Fahrgäste in vielen deutschen Städten müssen sich am Montag auf erhebliche Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen, da Warnstreiks stattfinden. Die Aktion ist Teil von landesweiten Arbeitsniederlegungen. Laut Verdi betrifft dies zunächst nicht Niedersachsen, da dort noch die Friedenspflicht gilt.

Verdi fordert in den Verhandlungen mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden in allen 16 Bundesländern unter anderem kürzere Wochenarbeitszeiten, längere Ruhezeiten und höhere Zuschläge.

Schneeverwehungen stoppen Zugverkehr im Harz

Übers Wochenende führte das Winterwetter zu schweren Unfällen und Schwierigkeiten auf der Schiene. Aufgrund von starken Schneeverwehungen war der Zugverkehr zwischen Braunschweig und dem Harz stark beeinträchtigt. Das Eisenbahnunternehmen erixx teilte mit, dass auf der Strecke Braunschweig–Vienenburg–Goslar/Bad Harzburg kein regulärer Betrieb möglich war. Es kam zu zahlreichen Zugausfällen und teilweise erheblichen Verspätungen.

Es wird voraussichtlich frühestens ab Montagmittag mit einem geregelten Zugverkehr gerechnet. Die Schneefräse, die für die Räumung benötigt wird, ist derzeit nicht verfügbar.

Tödlicher Unfall bei Glätte

Bei einem Autounfall auf einer schneeglatten Straße in Ostfriesland verlor ein 29-Jähriger sein Leben. Er war Beifahrer im Auto eines 27-Jährigen, der in Holtland von der Straße abkam, wie eine Polizeisprecherin berichtete. Das Fahrzeug prallte gegen einen Baum, wodurch der Beifahrer in der Nacht zum Samstag verstarb. Der Fahrer wurde schwer verletzt.

dpa