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Schüsse am Bielefelder Gericht: lebensgefährlich Verletzter

Seit einigen Wochen läuft am Landgericht in Bielefeld ein Prozess um den Tod eines Profiboxers – unter strengen Sicherheitsvorkehrungen. Doch nun hat es Schüsse gegeben.

In der Nähe des Landgerichtes in Bielefeld läuft ein Großeinsatz der Polizei
Foto: Bodo Schackow/dpa

Bei Schüssen in der Nähe des Landgerichts von Bielefeld ist ein Mensch lebensgefährlich verletzt worden. Es habe einen gezielten Angriff auf Personen gegeben, die Bezug zu dem Prozess um den Tod eines ehemaligen Profiboxers haben, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Polizeikreisen. Dabei seien drei Schüsse gefallen und eine Person lebensgefährlich verletzt worden. Der mutmaßliche Täter sei noch flüchtig. 

Es gebe einen großen Einsatz rund um das Landgericht, hieß es ohne Nennung von Einzelheiten von der Bielefelder Polizei. Die «Bild»-Zeitung hatte zuvor berichtet. 

Die Schüsse sind nach Aussage eines Justizsprechers zeitnah nach Ende einer Verhandlung im Prozess um den getöteten ehemaligen Profiboxer Besar Nimani gefallen. Der Vorfall soll sich außerhalb des Gebäudes auf der Südwestseite an der Bundesstraße 66 ereignet haben. 

Um was geht es bei dem Prozess?

Ende Januar hatte vor dem Landgericht ein Prozess um den Tod Nimanis begonnen. Die Verhandlungstage finden unter großen Sicherheitsauflagen statt. Beamte einer Einsatzhundertschaft der Polizei sichern jeweils das Gebäude und den Verhandlungssaal. Alle Besucher, Nebenkläger und Medienvertreter mussten sich vor Eintritt in den Gerichtssaal durchsuchen lassen.

Laut Anklage der Staatsanwaltschaft Bielefeld sollen zwei Männer dem Opfer am 9. März 2024 aufgelauert und nach einem gemeinsamen Tatplan vor einem Geschäft in der Bielefelder Fußgängerzone 16 Schüsse abgegeben haben. Der 38-Jährige hatte zuvor in der Nähe sein Auto geparkt und war zu Fuß in Richtung des späteren Tatorts gegangen. Er verblutete noch am Tatort. Das Motiv ist bis heute unklar. Der jetzt wegen heimtückischen Mordes 34-jährige Angeklagte hat sich bislang nicht zu dem Tatvorwurf geäußert. Ein weiterer Tatverdächtiger ist weiterhin auf der Flucht.

dpa