Borussia Dortmund kämpfte sich nach einem schwierigen Start zurück und feierte einen hart erkämpften Sieg gegen den VfL Bochum.
Spektakuläre Wende: BVB siegt nach Aufholjagd gegen Bochum

Borussia Dortmund hatte einen peinlichen Start, aber durch eine leidenschaftliche Aufholjagd fand das Team nur mit großer Mühe zurück auf den Erfolgskurs und konnte sich vorerst weitere negative Schlagzeilen ersparen. Fünf Tage nach dem viel diskutierten Auftritt in Stuttgart (1:5) gelang es dem Team von Trainer Nuri Sahin im kleinen Revierderby, einen hart erkämpften 4:2 (1:2)-Sieg gegen den VfL Bochum zu erzielen.
Nach den beiden frühen Gegentoren von Matus Bero (16. Minute) und Dani de Wit (21.) stand der BVB vor 81 365 Zuschauern vor dem nächsten empfindlichen Rückschlag. Aber dank der Tore von Serhou Guirassy (44./75.), Emre Can (61./Foulelfmeter) und Felix Nmecha (81.) gelang die Wende und zumindest vorübergehend der Sprung auf Rang zwei in der Tabelle der Fußball-Bundesliga.
Beim Reviernachbarn dauert das Warten auf den ersten Saisonsieg weiter an. In der vergangenen Vorsaison gelang dem VfL der Premierenerfolg erst am 10. Spieltag.
Schwacher Beginn des BVB
Der Wille zur Wiedergutmachung war zu Beginn bei der Borussia erkennbar, führte jedoch zu einer sichtbaren Verkrampfung. Obwohl sie die Regie früh übernahm, trat sie dabei nicht wirklich überzeugend auf, auch ohne den angeschlagenen Marcel Sabitzer. Lediglich bei einem Kopfball von Karim Adeyemi, den VfL-Torhüter Patrick Drewes reaktionsschnell parierte, war der BVB der Führung nahe (11.).
Im Gegensatz dazu stärkten die Bochumer, die nur zwei der letzten sechs Duelle seit dem Wiederaufstieg gegen den Revierkonkurrenten verloren haben, ihren Ruf als Angstgegner des BVB. Mit einem sehenswerten Konter deckten sie schonungslos die Schwächen in der BVB-Abwehr auf und belohnten sich gleich beim ersten gefährlichen Angriff mit der Führung. Nach einem Doppelpass mit Angreifer Philipp Hofmann traf Bero mit einem strammen Schuss ins kurze Eck.
Der Gastgeber wurde durch diesen Rückstand stark beeinflusst. Nur fünf Minuten später kam der nächste Rückschlag. Auslöser war ein riskanter Rückpass von Nico Schlotterbeck, der von BVB-Torhüter Gregor Kobel Probleme verursachte. Profiteur war Mittelfeldspieler de Wit, der den Ball problemlos ins leere Tor schob. Als dann auch noch VfL-Stürmer Myron Boadu frei auf Kobel zulief, aber die große Chance zur 3:0-Führung des Außenseiters ausließ, gab es erstmals Pfiffe von den Tribünen (33.).
Guirassy leitet die Wende ein
Alle Bemühungen der Borussia, eine schnelle Wende herbeizuführen, blieben zunächst ohne Erfolg. Julian Brandt beförderte den Ball nach einem schönen Zuspiel von Guirassy in aussichtsreicher Position über das Tor (39.). Dennoch schöpfte der BVB noch vor der Pause neue Hoffnung. Eine Flanke von Brandt von der rechten Seite wurde von Guirassy per Kopf ins Tor gesetzt.
Auch nach dem Wiederanpfiff versuchte der BVB, den Schaden zu begrenzen. Der Druck auf die nun nur noch auf die Sicherung des Tores bedachten Bochumer nahm stetig zu. Ein Foul des ehemaligen Dortmunders Felix Passlack an Guirassy im Strafraum führte zum Ausgleich für Borussia. Den fälligen Elfmeter verwandelte Can gewohnt sicher.
In einem dramatischen Endspurt krönte der BVB seine Aufholjagd. Nach einem Pass von Adeyemi traf Guirassy aus kurzer Distanz zur Führung. Ein Fernschuss des eingewechselten Nmecha, der dem VfL-Keeper Drewes durch die Hände glitt, versetzte dem lange Zeit tapferen VfL den Knockout.








