Beim Sparkassen-Einbruch in Gelsenkirchen legten die Täter anscheinend gezielt Haare als falsche Spuren aus. Was die Ermittler beschäftigt und welche neuen Details bekanntwerden.
Haare als falsche Spur beim Millionen-Coup von Gelsenkirchen

Beim Millionen-Coup von Gelsenkirchen wurden von den Tätern Haare anscheinend als falsche Spuren verteilt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur. «Bild.de» hatte zuvor darüber berichtet.
An diesem Mittwoch ist der Fall um den aufgebohrten Tresorraum der Sparkasse Thema bei «Aktenzeichen XY… ungelöst» (ZDF, 20.15 Uhr). Am Donnerstag wird auch der Innenausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags noch einmal über den spektakulären Einbruch sprechen. In einem aktuellen Bericht des Innenministeriums für den Ausschuss heißt es, dass es noch keine neuen Erkenntnisse zur Höhe der Beute gebe.
Laut dem Bericht gibt es bisher keine Verbindung zu aufgebrochenen Schließfächern in Bonn und Halle in Westfalen. In Halle wurden vier Fächer von Unbekannten aufgebrochen, während ein ehemaliger Bankmitarbeiter in Bonn unter Verdacht steht.
Fotos enthüllen neue Details vom Tatort
Die Ermittlungen in Gelsenkirchen laufen weiterhin auf Hochtouren. Insbesondere wird untersucht, wie die Täter genaue Informationen über die Sparkasse und ihre Umgebung hatten. Sie bohrten ein großes Loch in den Tresorraum von einem Archivraum aus.
Die Deutsche Presse-Agentur konnte auf Fotos sehen, dass das Bohrloch sehr nah an den Schließfächern liegt. Auf einem anderen Bild ist zu erkennen, dass die Täter den Riesenbohrer zunächst zu weit rechts ansetzten, was bedeutet hätte, dass sie möglicherweise auf der Rückseite der Schließfächer herausgekommen wären. Für das endgültige Loch setzten sie weiter links an.
Die Täter verlegten einen Schlauch vom Wasserhahn der benachbarten Damentoilette in den Archivraum, um den Bohrer zu kühlen, wie auf einem weiteren Bild zu sehen ist.








