Seltene, aber extrem gefährliche Erreger rücken stärker in den Fokus: Hirnfressende Amöben werden häufiger nachgewiesen. Fachleute sehen einen Zusammenhang mit steigenden Temperaturen.
Hirnfressende Amöben breiten sich aus – Experten warnen vor wachsender Gefahr

Sie sind kaum bekannt, verlaufen fast immer tödlich und treten nun offenbar häufiger auf: sogenannte hirnfressende Amöben breiten sich zunehmend aus. Experten schlagen Alarm und beobachten eine wachsende Zahl von Nachweisen, auch außerhalb klassischer Risikoregionen. Als möglicher Treiber gilt der Klimawandel, der neue Lebensräume für die gefährlichen Erreger schafft.
Seltene Erreger mit extrem hoher Sterblichkeit
Die Amöben können über die Nase in den menschlichen Körper gelangen und dort schwere Entzündungen im Gehirn auslösen. Die Erkrankung entwickelt sich oft rasch und endet in den meisten bekannten Fällen tödlich. Weil die Symptome anfangs unspezifisch sind, wird die Infektion häufig erst spät erkannt.
Zusammenhang mit warmem Wasser
Die Erreger fühlen sich besonders in warmem Süßwasser wohl. Seen, Flüsse und schlecht gewartete Badeanlagen gelten als mögliche Infektionsorte. Durch steigende Temperaturen verlängern sich Hitzeperioden, was die Ausbreitung der Amöben begünstigt. Auch in Regionen, in denen solche Fälle früher kaum bekannt waren, werden inzwischen Nachweise gemeldet.
Klimawandel verändert Risikogebiete
Fachleute sehen den Klimawandel als einen entscheidenden Faktor. Höhere Wassertemperaturen und längere Sommer schaffen Bedingungen, unter denen sich die Amöben besser vermehren können. Dadurch verschieben sich die bisherigen Risikogebiete, was neue Herausforderungen für Gesundheitsbehörden mit sich bringt.
Infektion meist beim Baden
Die Ansteckung erfolgt in der Regel beim Schwimmen oder Tauchen, wenn Wasser mit den Erregern in die Nase gelangt. Das Trinken des Wassers gilt hingegen nicht als Infektionsweg. Besonders gefährdet sind Menschen, die in warmen Binnengewässern baden oder dort Wassersport betreiben.
Mediziner mahnen zu Aufmerksamkeit
Ärzte und Behörden rufen dazu auf, mögliche Symptome ernst zu nehmen und bei entsprechenden Beschwerden schnell medizinische Hilfe zu suchen. Gleichzeitig wird betont, dass Infektionen weiterhin extrem selten sind. Dennoch sei Wachsamkeit geboten, da die Folgen im Ernstfall dramatisch sind.
Forschung und Überwachung intensiviert
Gesundheitsbehörden und Forschungseinrichtungen beobachten die Entwicklung aufmerksam. Ziel ist es, die Verbreitung besser zu verstehen und mögliche Schutzmaßnahmen zu verbessern. Auch Aufklärung spielt eine wichtige Rolle, um Risiken zu minimieren und die Bevölkerung zu sensibilisieren.








