Die Gold-Mission der deutschen Hockey-Weltmeister bei den Olympischen Spielen steht kurz vor der Vollendung. Silber haben sie jetzt schon sicher.
Deutsche Hockey-Weltmeister im Olympia-Endspiel gegen Europameister Niederlande

Die deutsche Hockey-Weltmeister haben bei den Olympischen Spielen ihre Gold-Mission fast abgeschlossen, nachdem sie sich im Halbfinale in Paris mit 3:2 (2:1) gegen Indien durchgesetzt haben. Am Donnerstag um 19.00 Uhr treffen sie im Endspiel auf den Europameister Niederlande. Das Ziel der Männer-Auswahl des Deutschen Hockey-Bunds war von Anfang an der Olympiasieg, zwölf Jahre nach dem letzten Triumph in London. Silber haben sie bereits sicher.
In Tokio vor drei Jahren blieb die deutsche Mannschaft ohne Medaille. Im Spiel um den dritten Platz erlitt sie nach einer zeitweiligen Führung gegen Indien eine besonders bittere Niederlage. In Frankreich gelang die Revanche dank der Tore von Gonzalo Peillat (18. Minute), Christopher Rühr (27./Penalty) und Marco Miltkau (54.). Harmanpreet Singh (7.) und Sukhjeet Singh (36.) waren für Indien erfolgreich.
DHB-Auswahl mit schwachem Start
Deutschlands Defensive stand von Anfang an unter Druck und musste im Stade Yves-du-Manoir viele Strafecken abwehren. Indiens Kapitän Harmanpreet Singh brachte früh gleich mehrere gefährliche Schüsse auf das deutsche Tor. Bei einem abgefälschten Ball hatte Keeper Jean-Paul Danneberg schließlich beim fünften Versuch keine Chance mehr und musste hinter sich greifen. Im ersten Viertel konnten sich die Deutschen bei nur 34 Prozent Ballbesitz in der Offensive kaum zeigen, dazu kamen zu viele individuelle Fehler.
In der Vorrunde hatte Deutschland als Gruppensieger mit vier Siegen in fünf Spielen triumphiert und dann in einem hitzigen Viertelfinal-Krimi Argentinien mit 3:2 besiegt. Gegen den achtmaligen Olympiasieger Indien erzielte Peillat dann den Ausgleich mit einem kräftigen Schuss nach einer Strafecke. Rühr verwandelte sicher einen Penalty. Zu diesem Zeitpunkt war der knappe Vorsprung durchaus schmeichelhaft.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit geriet die deutsche Mannschaft erneut in Gefahr. Indien konnte erneut Druck durch Strafecken ausüben, was Sukhjeet Singh den Ausgleichstreffer ermöglichte. Anschließend zogen sich die Asiaten, die trotz langer Unterzahl im Viertelfinale gegen Großbritannien gewonnen hatten, tief in ihre eigene Hälfte zurück. Justus Weigand verpasste zunächst die beste Gelegenheit für das dritte Tor – bis Miltkau kurz vor Schluss doch noch erfolgreich war.








