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Hoffnungsschimmer bei Waldbränden in Portugal

Seit Sonntag wüten in Portugal mehr als hundert Wald- und Buschbrände. Seit Jahresbeginn wurde eine Fläche fast doppelt so groß wie Hamburg vernichtet. Aber es keimt Hoffnung auf.

Weniger Wind, steigende Luftfeuchtigkeit und vor allem die Ankündigung von Regen machten den Menschen Hoffnung auf ein Ende der vielen Brände.
Foto: Bruno Fonseca/AP/dpa

Die Brandbekämpfern in Portugal haben Glück, denn ein Wetterumschwung könnte helfen. Laut dem staatlichen TV-Sender RTP könnten nachlassende Winde und eine höhere Luftfeuchtigkeit dazu beitragen, die Brände einzudämmen.

Der vorhergesagte Regen könnte dazu beitragen, die Feuerbekämpfung weiter zu unterstützen. Allerdings könnte der Regen auf den verbrannten Flächen auch Schlammlawinen auslösen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Lusa berichtete.

Einige der zeitweise mehr als 100 Brände vor allem im Zentrum und Norden des Landes wurden gelöscht oder unter Kontrolle gebracht, wie etwa bei der Kleinstadt Nelas im Zentrum Portugals, berichtete Lusa. Die in diesem Jahr bisher verbrannte Fläche von 140.000 Hektar (1.400 Quadratkilometer) ist die größte der letzten sieben Jahre.

Bis jetzt sind zehn Menschen gestorben, entweder im Kampf gegen die Flammen oder ältere Menschen durch Herzinfarkte infolge von Angst und Aufregung, wie Lusa weiter berichtete. In ganz Deutschland waren fast 4.000 Feuerwehrleute unterstützt von Löschflugzeugen und Hubschraubern im Einsatz.

Der Kohlenstoffausstoß Portugals erreichte aufgrund der Waldbrände im September mit geschätzten 1,9 Millionen Tonnen den höchsten Wert seit 22 Jahren, wie der Copernicus-Atmosphärenüberwachungsdienst (CAMS) der EU berichtete. Es wird erwartet, dass die Rauchemissionen bis zum Wochenende auch Teile Spaniens und Frankreichs erreichen werden.

dpa