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Rund 20 Tote: Sturm «Helene» wütet im Südosten der USA

Als Hurrikan traf «Helene» in Florida auf Land, mittlerweile ist er zu einem Tropensturm heruntergestuft worden. Doch die Auswirkungen des Unwetters sind weiterhin desaströs – die Lage ist bedrohlich.

«Helene» hat eine Schneise der Zerstörung hinterlassen.
Foto: Jason Allen/FR172026 AP/dpa

Der verheerende Tropensturm «Helene» hat im Südosten der USA rund 20 Menschen das Leben gekostet. Allein im US-Bundesstaat Georgia sind nach Angaben von Gouverneur Brian Kemp mindestens elf Menschen gestorben. Zahlreiche Menschen seien noch unter eingestürzten und beschädigten Gebäuden eingeklemmt. In Florida, North Carolina und South Carolina forderte «Helene» weitere Menschenleben, wie US-Medien berichteten. Der US-Wetterdienst warnte vor «historischen und katastrophalen» Überschwemmungen. In einigen Orten stand das Wasser rund fünf Meter hoch. 

https://x.com/NHC_Atlantic/status/1839677435631346089

Stromausfälle und Überschwemmungen

Rund drei Millionen Menschen waren am Freitag ohne Strom, Häuser wurden zerstört und ganze Ortschaften überschwemmt. «Helene» traf am Donnerstagabend (Ortszeit) als Hurrikan der zweithöchsten Kategorie in Florida auf Land, hat sich mittlerweile zum Tropensturm abgeschwächt und zieht weiter Richtung Norden über die Appalachen. «Helene» werde weiterhin «lebensbedrohliche» und «extreme» Regenfälle sowie Überschwemmungen bringen, so der Wetterdienst. Auch mit Tornados müsse gerechnet werden. 

Viele Menschen wurden durch umgestürzte Bäume getötet oder verletzt, andere starben in ihren Autos. In Florida ertrank laut CNN eine Frau in ihrem Haus. In North Carolina wurde vor einem möglichen Dammbruch gewarnt und die Bewohner wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Der Katastrophenschutz warnte vor Erdrutschen und Schlammlawinen aufgrund des starken Regens. Viele Straßen wurden überflutet und sind in den betroffenen Gebieten gesperrt.

«Helenes» zerstörerischer Verlauf 

«Helene» war am späten Donnerstagabend (Ortszeit) als «extrem gefährlicher Hurrikan» mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 225 Kilometern pro Stunde in der Region Big Bend im Norden Floridas auf Land getroffen. Es sei der stärkste Hurrikan, der je dort gewütet habe, meldeten US-Medien. Im weiteren Verlauf stufte die Behörde den Hurrikan auf einen Tropensturm herunter – mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunde. Eine weitere Abschwächung wurde erwartet. Die US-Regierung von Präsident Joe Biden hatte für mehrere Bundesstaaten den Notstand ausgerufen. 

In den vergangenen Tagen hatte «Helene» bereits auf Kuba zahlreiche Überschwemmungen und Stromausfälle ausgelöst. Heftige Überflutungen schnitten mehrere Ortschaften auf der Karibikinsel von der Außenwelt ab.

Düstere Erinnerungen an Hurrikan «Ian»

«Helene» könnte bei vielen Bewohnern Floridas unangenehme Erinnerungen hervorrufen. Vor zwei Jahren verursachte der Hurrikan «Ian» erhebliche Schäden, bei denen mehr als 100 Menschen ums Leben kamen. Zu dieser Zeit zog das Zentrum des Sturms über dicht besiedelte Gebiete im Südwesten des Bundesstaats und fegte mit Windgeschwindigkeiten von etwa 240 Kilometern pro Stunde über Küstenstädte hinweg.

Tropische Wirbelstürme bilden sich über warmem Ozeanwasser. Laut Experten steigt durch die zunehmende Erderwärmung die Wahrscheinlichkeit von starken Stürmen. Die Hurrikansaison im Atlantik beginnt am 1. Juni und endet am 30. November.

[Verheerender Tropensturm «Helene» fordert 20 Menschenleben in den USA],Mindestens elf Tote in Georgia, historische Überschwemmungen, 3 Millionen ohne Strom, weiterhin lebensbedrohliche Regenfälle und Tornados erwartet.

dpa