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Katastrophe auf See: Warum der Kapitän nach dem Fährungsunglück von Bord ging – 8 Tote, 18 Vermisste.

Bei einem Fährunglück vor Zypern sind mindestens acht Menschen gestorben und 18 werden vermisst. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf den Kapitän und die Crew, während die Rettungsaktionen weiterhin laufen.

8 Tote, 18 Vermisste: Kapitän soll von Bord geflüchtet sein
Alexander Gerst via Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0)

Ein schwerwiegender Fährunfall vor der Küste Zyperns hat mindestens acht Menschen das Leben gekostet, während 18 weitere Personen vermisst werden. Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich 267 Passagiere an Bord der Fähre. Die Behörden in Nordzypern haben bereits umfangreiche Rettungsmaßnahmen eingeleitet, um die noch vermissten Personen zu finden.

Ermittlungen gegen Kapitän und Besatzung

Im Zuge der Ermittlungen zu dem tragischen Vorfall konzentrieren sich die Behörden auf den Schiffsdatenschreiber, der in einer Tiefe von über 500 Metern auf dem Meeresboden vermutet wird. Der Kapitän des gesunkenen Katamarans sowie sieben Mitglieder der Crew sind festgenommen worden. Gerettete Passagiere haben schwerwiegende Vorwürfe gegen die Besatzung erhoben, darunter Berichte über verschlossene Türen und Fluchtwege während des Unglücks.

Fortdauernde Suche nach Vermissten

Die Suche nach den 18 vermissten Personen wird fortgesetzt. Tufan Erhürman, der Präsident der Türkischen Republik Nordzypern, teilte mit, dass die Rettungsaktionen auch in der Nacht fortgeführt werden. Bisher konnten die Einsatzkräfte die meisten der über 250 Passagiere retten, die sich zum Zeitpunkt des Unglücks an Bord befanden.

Umstände des Unglücks

Der Vorfall ereignete sich am Sonntagmittag, kurz nach dem Auslaufen aus der Hafenstadt Kyrenia, als das Schiff auf dem Weg in das südtürkische Mersin war. Aus bisher ungeklärten Gründen drang Wasser in das Schiff ein, was letztlich zum Kentern führte. Augenzeugen berichteten von chaotischen Zuständen an Bord, als die Passagiere versuchten, sich in Sicherheit zu bringen.

Reaktionen und weitere Ermittlungen

Der nordzyprische Ministerpräsident Ünal Üstel gab bekannt, dass jeder Aspekt des Vorfalls gründlich untersucht wird. Er betonte, dass jegliche Fahrlässigkeit ans Licht kommen soll und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Der Verkehrsminister Erhan Arikli bestätigte, dass die Untersuchungen sowohl die Betriebserlaubnis als auch die Seetauglichkeit der Fähre umfassen werden.

Panik an Bord

Berichten zufolge kam es an Bord des zweistöckigen Katamarans zu panischen Szenen. Passagiere im unteren Deck versuchten verzweifelt, Fenster einzuschlagen, um zu entkommen, während andere sich an treibenden Teilen des Schiffs festhielten und auf Rettung warteten. Ein Augenzeuge schilderte, dass die Passagiere die Besatzung auf die Wassereinbrüche hinwiesen und um eine Umkehr baten.

Politische Dimension

Zypern ist seit 1974 de facto geteilt, und die Türkische Republik Nordzypern wird lediglich von der Türkei anerkannt. Die EU hat die Insel Zypern als Ganzes in die Union aufgenommen. Der zyprische Regierungssprecher äußerte sein Mitgefühl für die Opfer und deren Angehörigen in dieser schwierigen Zeit. Auch der türkische Präsident sprach den Hinterbliebenen sein Beileid aus.


Quellen: Focus, Die Zeit, Bild

Bildquelle: Alexander Gerst via Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.0)

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

Ricardo Bohn