Rishi Sunak hatte einen Hund, Boris Johnson ebenfalls. Nachfolger Starmer setzt nun auf eine Katze. Es ist nicht die erste im Regierungssitz.
Kein Hund für die Downing Street: Premier holt Kätzchen

Noch mehr Konkurrenz für den beliebten Kater Larry in der Downing Street: Die Kinder des neuen britischen Premierministers Keir Starmer bekommen eine Katze. Er habe «einen langen Sommer der Verhandlungen» über einen Hund geführt, sagte Starmer an seinem 62. Geburtstag der BBC. «Wir holen uns nun ein Kätzchen anstelle von einem Hund.» Ursprünglich hatten Starmers Kinder sich einen Schäferhund gewünscht, wie der Chef der sozialdemokratischen Labour-Partei im Wahlkampf erzählt hatte.
«Es ist ein sibirisches Kätzchen, meine Tochter holt es heute ab», erzählte Starmer. Die Familie – der Premier und Ehefrau Victoria haben zwei Teenager – hatte beim Einzug in die Downing Street bereits ihre eigene Katze namens Jojo mitgebracht. Larry störe sich nicht an dem Neuling, sagte Starmer.
Was tun mit der Katzenklappe?
Schwierigkeiten bereiteten nur die hohen Sicherheitsvorkehrungen für den Regierungssitz «Number Ten». «Wir haben das Problem, und es ist dasselbe für Jojo die Katze, dass die einzige Tür unserer neuen Wohnung bombensicher ist. Eine Katzenklappe einzubauen, gestaltet sich etwas schwierig», berichtete der Premier. «Aber unsere Kinder haben uns überzeugt, dass das Problem nicht größer ist bei zwei Katzen als bei einer. Also bekommen wir nun dieses Kätzchen.»
Starmers Vorgänger hatten häufig Hunde: Rishi Sunaks Labrador heißt Nova, Boris Johnson brachte den Vierbeiner Dilyn mit.
Kater Larry lebt seit mehr als 13,5 Jahren in der Downing Street – länger als die meisten britischen Premierminister – und gilt als heimlicher Herrscher im Regierungssitz. Als «Chief Mouser to the Cabinet Office», also oberster Mäusefänger, hat er sogar ein Amt inne, das auf der offiziellen Internetseite der britischen Regierung steht.
Starmer ist bereits der sechste Premierminister, der mit Larry zusammenwohnt. David Cameron brachte den Kater 2011 in den Regierungssitz, um das Rattenproblem zu lösen. Vor allem aber unterhält das Tier die wartenden Journalisten, zum Beispiel bei der Jagd nach Tauben. Angesichts von Larrys fortgeschrittenem Alter – er ist etwa 17 Jahre alt – bereitet sich die Regierung angeblich bereits darauf vor, wie sie der Bevölkerung einmal den Tod des beliebten Katers mitteilen wird.








