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Verheerender Brand in Crans-Montana durch fehlende Brandschutzkontrollen

Keine Kontrollen zwischen 2020 und 2025 – Gemeinde verbietet pyrotechnische Gegenstände in geschlossenen Räumen.

Zwischen 2020 und 2025 fanden in der Bar keine der üblichen Brandschutzkontrollen statt. (Archivbild)
Foto: Jean-Christophe Bott/KEYSTONE/dpa

Nicolas Feraud, der Präsident des Gemeinderats, hat mitgeteilt, dass vor dem verheerenden Brand mit 40 Todesopfern im Schweizer Skiort Crans-Montana jahrelang keine Brandschutzkontrollen in der betroffenen Bar durchgeführt wurden.

Es stellte sich heraus, dass zwischen 2020 und 2025 keine der üblichen Brandschutzkontrollen stattgefunden haben, sagt Feraud. 2025 wurde lediglich ein Akustikgutachten ohne Beanstandung durchgeführt. «Wir bedauern dies zutiefst», sagte Feraud. Bei Kontrollen etwa 2019 und davor wurde das Dämmmaterial an der Decke nie angesprochen, sagte Feraud.

Keine Pyrotechnik in geschlossenen Räumen mehr

Die Gemeinde hat als Sofortmaßnahme beschlossen, dass die Verwendung von allen pyrotechnischen Gegenständen in geschlossenen Räumen verboten ist. Feraud teilte mit, dass dem Betreiberpaar die Betriebsbewilligung für ein zweites Restaurant in Crans-Montana entzogen wurde.

Nach bisherigen Ermittlungen wurde das Feuer in der Bar Le Constellation in der Silvesternacht durch eine funkensprühende Partyfontäne verursacht. Diese entzündete den Schaumstoff an der Decke, was zu einer raschen Ausbreitung des Feuers führte.

In der Folge starben 40 Personen, während 116 Personen größtenteils schwer verletzt wurden. Viele der Brandopfer erhalten mittlerweile Behandlungen im Ausland, einschließlich Deutschland.

dpa