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KI-Skandal beim ZDF: Korrespondentin nach falschen ICE-Bildern abberufen

Brisante Entwicklung beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk: Nach der Ausstrahlung fehlerhafter, offenbar KI-generierter Bilder im Zusammenhang mit Berichten über die US-Behörde ICE hat das ZDF personelle Konsequenzen gezogen. Eine Korrespondentin wurde abberufen.

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Foto: depositphotos

Beim ZDF sorgt ein Vorfall mit manipulierten oder unzutreffenden Bildinhalten für Aufsehen. In einem Beitrag über die US-Einwanderungsbehörde U.S. Immigration and Customs Enforcement (ICE) sollen Bilder verwendet worden sein, die sich später als fehlerhaft oder nicht authentisch herausstellten.

Zweifel an Echtheit der Aufnahmen

Nach internen Prüfungen ergaben sich Hinweise darauf, dass zumindest Teile des verwendeten Bildmaterials nicht den tatsächlichen Gegebenheiten entsprachen. Medienberichten zufolge handelt es sich um Darstellungen, die mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt oder verändert wurden.

Die Ausstrahlung solcher Inhalte widerspricht den journalistischen Standards des Senders, der zur sorgfältigen Prüfung von Quellen und Bildmaterial verpflichtet ist.

ZDF zieht personelle Konsequenzen

Als Reaktion auf den Vorfall wurde die verantwortliche Korrespondentin von ihrem Posten abberufen. Der Sender betonte, man nehme die Angelegenheit sehr ernst und arbeite an einer umfassenden Aufklärung.

Zudem sollen interne Kontrollmechanismen überprüft und gegebenenfalls verschärft werden, um vergleichbare Vorfälle künftig zu verhindern.

Diskussion um KI im Journalismus

Der Fall befeuert erneut die Debatte über den Einsatz von künstlicher Intelligenz im Medienbereich. Während KI-Tools zunehmend in Redaktionen genutzt werden, bleibt die Frage nach Transparenz, Kennzeichnung und Überprüfung zentral.

Das ZDF kündigte an, die internen Abläufe zu analysieren und die redaktionellen Standards weiter zu präzisieren.

TS
Quellen: Bild.de