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Kind stirbt nach Sturz aus Hochhaus – tragischer Unfall

Ein kleiner Junge nutzt einen unbeobachteten Moment und klettert auf den Balkon eines Hochhauses. Es endet in einer Tragödie.

Das Kind ist seinen Verletzungen erlegen. (Foto aktuell vom 16.8.)
Foto: Rene Priebe/dpa

Ein vierjähriger Junge ist einen Tag nach einem Sturz von einem Hochhausbalkon in Heidelberg gestorben. Das teilte die Polizei mit. Das Kind war nach dem Sturz aus dem siebten Stock am vergangenen Freitag mit lebensgefährlichen Verletzungen zunächst in ein Krankenhaus gebracht und dort notoperiert worden. Trotz intensiver Bemühungen der Ärzte erlag der Junge dann am Samstag seinen Verletzungen, wie es weiter hieß.

Die Polizei betonte, dass es sich bei dem Unglück nach aktuellen Erkenntnissen um einen tragischen Unfall handelt. Ein Sprecher erklärte, dass der Vierjährige anscheinend einen unbeobachteten Moment genutzt hatte, als die Mutter im Bad war. Das Kind schaffte es dann, das Wohnzimmerfenster zum Balkon zu öffnen und auf den Balkon zu klettern.

15 Meter tiefer Sturz

Es kletterte auf die etwa einen Meter hohe Brüstung, verlor das Gleichgewicht und fiel mehr als 15 Meter in die Tiefe. Es gibt keine Hinweise auf Fremdverschulden oder Vernachlässigung der Sorgfaltspflicht. Der Vater war zum Zeitpunkt des Unglücks bei der Arbeit.

Der Polizeisprecher sagte, dass bei Vorfällen dieser Art grundsätzlich auch untersucht werde, ob Fremdverschulden vorliegen könnte. Dafür hätten Beamte unter anderem die Wohnung des Vierjährigen inspiziert und auch überprüft, ob die Verletzungen des Kindes zum Hergang des Unfalls passten.

Es gibt immer wieder solche tragischen Ereignisse. Ende des letzten Jahres stürzte in Berlin ein neunjähriges Kind von einem Hochhaus in den Tod. Im Juli 2023 stürzte ein zehnjähriger Junge aus dem Fenster eines Berliner Hochhauses und verstarb. Auch in diesem Fall gab es keine Anzeichen für Fremdverschulden.

Der ursprüngliche Plan war, dass das Treffen um 10 Uhr beginnen sollte. Leider musste es aufgrund unvorhergesehener Umstände um eine Stunde verschoben werden.

dpa