Die weltberühmte Kirschblüte am Mount Fuji lockt jedes Jahr hunderttausende Besucher an. Nun wurde ein traditionelles Fest abgesagt – die kleine Gemeinde sieht sich vom Ansturm der Touristen überfordert.
Kirschblütenfest am Fuji abgesagt – Übertourismus überfordert Kleinstadt

In der Nähe des Mount Fuji ist ein traditionelles Kirschblütenfest kurzfristig abgesagt worden. Die betroffene Kommune begründet die Entscheidung mit den massiven Besucherströmen der vergangenen Jahre. Die Infrastruktur der Kleinstadt stoße an ihre Grenzen.
Besucherzahlen sprengen Kapazitäten
Zur Blütezeit der Kirschbäume reisen jedes Frühjahr tausende Menschen täglich in die Region. Besonders internationale Touristen sorgen für volle Straßen, überlastete Parkplätze und stark frequentierte Aussichtspunkte.
Anwohner klagen über Müll, Verkehrschaos und blockierte Zufahrten. Teilweise mussten Sicherheitskräfte eingreifen, um die Lage zu kontrollieren.
Schutz von Natur und Bewohnern
Die Verantwortlichen erklärten, die Absage des Festes sei notwendig, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten und Naturflächen zu schützen. Die Region rund um den Fuji gilt als sensibles Landschaftsgebiet.
Bereits in der Vergangenheit hatte die Kommune Maßnahmen ergriffen, um Besucherströme zu lenken – darunter neue Absperrungen, veränderte Parkregelungen und Hinweisschilder.
Übertourismus als wachsendes Problem
Japan verzeichnet seit der Wiederöffnung des Landes einen starken Anstieg internationaler Gäste. Besonders bekannte Fotospots am Fuji werden in sozialen Netzwerken viral verbreitet, was zusätzliche Besucher anzieht.
Die Absage des Kirschblütenfestes ist ein deutliches Signal: Selbst traditionsreiche Veranstaltungen werden hinterfragt, wenn die Belastung für kleine Gemeinden zu groß wird.








