Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Kita in Leipzig angegriffen

Eine Kita im Leipzig wurde angezündet! Nun muss das Landeskriminalamt ermitteln.

Unbekannte haben am Wochenende im Leipziger Stadtteil Grünau versucht, eine Kindertagesstätte anzuzünden.
Foto: Lino Mirgeler/dpa

Eine Kita im Leipziger Stadtteil Grünau betreut geflüchtete Kinder aus der Ukraine. Unbekannte haben versucht, die Einrichtung anzuzünden. Die Polizei schließt eine politisch motivierte Tat nicht aus.

Nun ermittelt das Landeskriminalamt über die Hintergründe der Tat. Es wird nach Zeugen gesucht.

Politisch motivierte Brandstiftung?!

Unbekannte haben am Wochenende im Leipziger Stadtteil Grünau versucht, eine Kindertagesstätte anzuzünden. In dem Viertel hatte es ebenfalls am Wochenende einen Brandanschlag auf eine Geflüchtetenunterkunft gegeben. In der Kita werden geflüchtete Kinder aus der Ukraine betreut. Das Landeskriminalamt (LKA) teilte am Dienstag mit, es werde geprüft, ob es einen Zusammenhang zwischen den Taten gibt.

Zwischen Freitagnachmittag und Montagmorgen sollen die Täter erfolglos versucht haben, den Eingang des Kindergartens anzuzünden. Zur Tatzeit wurde das Gebäude nicht genutzt, verletzt wurde niemand.

Die Einrichtung ist weniger als einen Kilometer von der Flüchtlingsunterkunft entfernt, die in der Nacht auf Samstag angegriffen wurde. Das LKA kann eine politisch motivierte Tat nicht ausschließen. Die Polizei sucht nach Zeugen.

Rechtsextremistische Straf- und Gewalttaten

Politisch motivierte Gewalttaten bleiben weiterhin ein Problem. Das Bundesamt für Verfassungsschutz geht von 55 rechtsextremistischen Taten pro Tag im Jahr 2021 aus (20.201 pro Jahr).

Erfreulicherweise scheinen sich die Zahlen laut dem Bundesamt im Vergleich zu 2020 gebessert zu haben: „Im Vergleich zum Jahr 2020 (22.357) sank die Gesamtzahl der rechtsextremistischen Straf- und Gewalttaten im Jahr 2021 um 9,6 % auf 20.201 Delikte.

Auch die Zahl der rechtsextremistischen Gewalttaten sank im Jahr 2021 um rund 7,6 % gegenüber dem Vorjahr (2021: 945, 2020: 1.023).

Nachdem im Jahr 2020 die Anzahl der rechtsextremistisch motivierten Körperverletzungsdelikte mit fremdenfeindlichem Hintergrund angestiegen waren, wurde hier im Jahr 2021 wieder ein Rückgang von 6,4 % festgestellt (2021: 646, 2020: 690). Ebenso sank die Zahl der fremdenfeindlichen Gewalttaten (2021: 686, 2020: 746).“

Ukraine-Krieg birgt Spannungspotenzial

Die neue Welle an Flüchtlingen, die durch den Ukraine-Krieg verursacht wurde, birgt ein großes Spannungspotenzial, sowohl auf links- als auch rechtsextremistischer Seite. Es bleibt zu hoffen, dass es nicht zu weiteren Gewalt- und Straftaten kommt.

dpa
Quellen: verfassungsschutz.de