Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

McDonald’s-Burger in den USA führt zu Krankheitsausbruch

US-Behörden untersuchen Ausbruch mit 75 bestätigten Krankheitsfällen und zwei tödlichen Verläufen durch Kolibakterieninfektion.

Der Kolibakterien-Ausbruch wird auf den Verzehr eines bestimmten Burgers bei McDonalds zurückgeführt.
Foto: Charles Rex Arbogast/AP/dpa

Die Zahl der bestätigten Krankheitsfälle mit Kolibakterien in den USA, die laut US-Behörden auf den Verzehr eines bestimmten McDonald’s-Burgers zurückführen sei, ist auf 75 gestiegen. 42 Erkrankte gaben laut US-Gesundheitsbehörde CDC an, zuvor bei der Fast-Food-Kette McDonald’s gegessen zu haben. Mindestens 22 von ihnen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Zwei Menschen bekamen als Folge der Infektion das Hämolytisch-urämische Syndrom (HUS), welches zu akutem Nierenversagen führen und tödlich sein kann, teilte die CDC mit. 

Die US-Behörden untersuchen den Ausbruch, nachdem zwischen dem 27. September und dem 10. Oktober Menschen in 13 Bundesstaaten nach einer Infektion mit Kolibakterien erkrankt waren. Eine der Erkrankungen verlief tödlich.

Laut ersten Untersuchungsergebnissen der US-Behörde FDA wird der Ausbruch auf geschnittene Zwiebeln im Quarter Pounder Burger von McDonald’s zurückgeführt. Es wird jedoch nicht ausgeschlossen, dass auch das Burgerpatty selbst die Ursache sein könnte.

Fast-Food-Ketten nehmen frische Zwiebeln von der Karte

Taylor Foods, ein Zulieferer von McDonald’s, hat mehrere Zwiebel-Produkte aus dem Angebot genommen. McDonald’s hat laut Angaben der FDA vorübergehend in zwölf Bundesstaaten den Quarter Pounder und geschnittene Zwiebeln teilweise oder komplett aus dem Sortiment genommen. Am Freitag kündigte das Unternehmen an in Zukunft keine Zwiebel-Produkte mehr von Taylor Foods beziehen zu wollen. 

Mehrere Fast-Food-Ketten haben am Donnerstag in einigen Niederlassungen frische Zwiebeln aus dem Angebot genommen. Die Unternehmensgruppe Yum! Brands, zu der KFC, Pizza Hut und Taco Bell gehören, sowie Burger King sollen dies als Vorsichtsmaßnahme getan haben, berichten die «Washington Post» und der US-Sender NBC übereinstimmend.

Bestimmte Stämme von Escherichia coli können laut Bundesinstitut für Risikobewertung schwerwiegende Erkrankungen wie Nierenversagen verursachen. Laut Gesundheitsbehörde CDC gehören zu den typischen Symptomen einer schweren Erkrankung schwere Magenkrämpfe, blutiger Durchfall und Erbrechen.

dpa