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Kuba nach inselweitem Stromausfall im Dunkeln

Zur Spitzenlastzeit kommt es auf der Karibikinsel zum Blackout. Es ist längst nicht die erste Panne dieser Art. Nur einige Krankenhäuser und Hotels sind beleuchtet.

Die veraltete Infrastruktur auf Kuba ist ein bekanntes Problem - Stromausfälle gehören quasi zum Alltag. (Archivbild)
Foto: Joaquin Hernandez/XinHua/dpa

Das marode Stromnetz auf der Karibikinsel Kuba ist erneut vollständig zusammengebrochen. Stunden nach dem Ausfall hatten am Samstagmorgen (Ortszeit) nur wenige lebenswichtige Einrichtungen wie Krankenhäuser sowie Hotels, die eigene Generatoren einsetzen, wieder Elektrizität.

In verschiedenen Provinzen der Karibikinsel sind Notfallsysteme in Betrieb, wie Präsident Miguel Díaz-Canel auf der Plattform X schrieb. Die rund zehn Millionen Einwohner der Insel haben jedoch immer noch keinen Strom. Derzeit werden laut Regierungsangaben etwa 200 Megawatt Strom erzeugt. Zu Spitzenzeiten liegt der normale Strombedarf in Kuba bei mindestens 3.000 Megawatt.

Ministerium nennt Grund

Laut dem Energieministerium auf der Plattform X wurde der landesweite Stromausfall am Freitagabend durch eine Störung an einem Umspannwerk verursacht. Ministerpräsident Manuel Marrero Cruz sagte, dass kontinuierlich an der Wiederherstellung der Elektrizität gearbeitet werde.

Bereits Ende des vergangenen Jahres gab es auf der Insel innerhalb weniger als zwei Monaten drei landesweite Stromausfälle. Die veraltete Infrastruktur in dem sozialistischen Inselstaat ist in einem schlechten Zustand. Kraftwerke fallen daher immer wieder aus und müssen notdürftig repariert werden. Stromausfälle sind an der Tagesordnung. Die Regierung führt die Krise auf das seit mehr als 60 Jahren bestehende Handelsembargo der USA zurück.

Immer wieder stundenlang kein Strom

Der neueste Stromausfall ereignete sich um 20.15 Uhr Ortszeit am Abend, wenn die Stromnachfrage besonders hoch ist. Der staatliche Versorger UNE kann nur etwa die Hälfte des landesweit benötigten Stroms erzeugen. Deshalb sind Teile der Bevölkerung auch in Normalzeiten immer wieder stundenlang ohne Strom.

dpa