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Lawinenabgänge in den Alpen fordern mehrere Tote und Verletzte

Schneemassen begraben Skifahrer, Rettungskräfte im Dauereinsatz, Lawinengefahr bleibt hoch in den Alpen.

Bei Lawinenabgängen in den französischen Alpen, darunter im Skigebiet La Plagne, gab es Tote. (Archivbild)
Foto: Jean-Pierre Clatot/AFP/dpa

Laut Medienberichten sind in den französischen Alpen drei Skifahrer nach Lawinenabgängen gestorben. In La Plagne wurde ein etwa 50-jähriger Brite von einer Schneelawine verschüttet, wie es in einer Mitteilung des Ortes heißt. Trotz des Einsatzes von 52 Rettungskräften, Lawinenhunden und einem Hubschrauber dauerte es 50 Minuten, bis der Mann unter 2,5 Metern Schnee gefunden werden konnte, berichteten französische Medien. Leider konnte er nicht wiederbelebt werden.

Im nahegelegenen Ort Courchevel, ebenfalls in den Savoyen, wurde den Berichten zufolge eine weitere Person unter einer Lawine verschüttet und am späten Vormittag tot aufgefunden. Das Skigebiet machte demnach dazu keine weiteren Angaben. Die regionale Tageszeitung «Le Dauphiné libéré» berichtete zudem von mehreren verletzten Skifahrern und Snowboardern in den Orten Tignes und Orelle. 

Ein 32-Jähriger starb auch in einer Lawine in Vallorcine nahe der Grenze zur Schweiz, wie Medien unter Berufung auf die Gebirgs-Gendarmerie berichteten. Er war abseits der Pisten unterwegs. Die Lawine schleuderte ihn gegen einen Baum. Er erlag seinen Verletzungen, hieß es. Einen Tag zuvor gab es bereits drei Todesopfer bei Lawinen in der Region.

Lawinengefahr bleibt hoch

Insgesamt gab es in den Savoyen am Sonntag mehrere Lawinen. Die örtliche Präfektin rief auf ihrer Facebook-Seite zu Vorsicht auf. «Um 12.30 Uhr sind die Rettungsdienste bereits bei sechs Lawinenabgängen auf verschiedenen Bergmassiven im Einsatz gewesen», teilte sie mit. Die Lawinengefahr sei auch in den kommenden Tagen in allen Berggruppen hoch. Die Präfektin riet vom Fahren abseits der Pisten dringend ab.

Am Sonntag wurden in Tirol bei drei Lawinenabgängen drei Personen verletzt, wie die Tiroler Einsatzzentrale berichtete. Eine Frau ist in einem kritischen Zustand. Die Lawinengefahr in Westtirol und Vorarlberg bleibt auch zu Beginn der Woche hoch, wie aus den aktuellen Lagebewertungen hervorgeht. In den Allgäuer Alpen in Bayern und in der Schweiz wurde das Risiko von hoch auf erheblich herabgestuft.

dpa