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Gewalttaten bei zwei großen Festen in Bayern

Bei zwei voneinander unabhängigen Festen in Bayern mit jeweils wohl Hunderten Gästen sollte eigentlich nur rauschend gefeiert werden. Doch beide Treffen endeten blutig.

Zahlreiche Streifen waren im Einsatz (Symbolbild).
Foto: Daniel Vogl/dpa

Bei zwei separaten Feierlichkeiten mit jeweils mehreren hundert Gästen wurde in Bayern eine Person getötet und eine lebensgefährlich verletzt. Ein Mann wurde bei einer großen Feier im Freien in Parsberg in der Oberpfalz getötet, wie ein Polizeisprecher vor Ort bestätigte. In Fürth in Mittelfranken wurde ein Mann bei einer Hochzeitsfeier lebensgefährlich verletzt.

Mann zückt bei Fest in Parsberg Waffe

Bei dem Fest in Parsberg gerieten nach vorläufigen Erkenntnissen zwei Männer in Streit. „Dabei habe der eine plötzlich eine Waffe gezückt und sein Gegenüber tödlich verletzt“, sagte ein Polizeisprecher. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen. „Was genau gefeiert wurde, werde noch ermittelt“, hieß es.

Das gesamte Areal wurde großräumig abgeriegelt. Alle Gäste – vermutlich Hunderte von Personen – durften das Areal nicht verlassen. Sie werden als Zeugen betrachtet und sollen befragt werden können.

Nach Informationen der «Mittelbayerischen Zeitung» wurde in Parsberg das kurdische Neujahrsfest gefeiert – «Newroz Bayern» findet demnach immer an wechselnden Orten in Bayern statt.

Fürth: Polizei geht von versuchtem Tötungsdelikt aus

Zum Vorfall in Fürth sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfrankens: «Wir sprechen von Schussgeräuschen und entsprechenden Verletzungen.» Das Opfer, das nicht der Bräutigam sei, werde intensivmedizinisch versorgt. Derzeit laufe ein Großeinsatz. «Wir gehen von einem versuchten Tötungsdelikt aus.»

Ob die mutmaßlichen Täter bereits gefasst wurden, konnte der Sprecher zunächst nicht bestätigen. Es bestehe jedoch keine Gefahr für die Bevölkerung; das abgelegene Industriegebiet, in dem die Feier in einer Eventlocation stattfand, sei abgeriegelt worden. Über die Hintergründe der Tat war zunächst nichts bekannt; die Ermittlungen befinden sich noch in einem frühen Stadium, wie der Sprecher betonte. Nun müsse eine Vielzahl von Zeugen befragt werden.

dpa