Viele Unterbrechungen, aber kein Abbruch: Die Fan-Proteste bestimmen erneut die Spiele der Fußball-Bundesliga. Sportlich ist vor allem Bayer Leverkusen zufrieden – auch dank einer Bestmarke.
Leverkusen siegt, BVB patzt – Fans protestieren erneut

Bei den Spielen der Fußball-Bundesliga haben erneut anhaltende Fan-Proteste zu Unterbrechungen geführt.
In der einzigen Partie, die wegen der Aktionen von den Rängen nicht unterbrochen werden musste, gewann Tabellenführer Bayer Leverkusen mit 2:1 (1:0) bei Aufsteiger 1. FC Heidenheim und baute vorübergehend seinen Vorsprung auf Verfolger FC Bayern München auf acht Punkte aus. Die Leverkusener blieben wettbewerbsübergreifend zum 32. Mal nacheinander ohne Niederlage und stellten die Bestmarke des FC Bayern ein. Die Münchner sind am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) beim VfL Bochum gefordert sind.
Borussia Dortmund erlitt einen Rückschlag im Kampf um die Champions-League-Plätze mit einem 1:1 (1:0) gegen den VfL Wolfsburg. Der VfB Stuttgart hingegen zeigte keine Schwächen beim 2:1 (1:0) gegen das Schlusslicht SV Darmstadt 98. Der FSV Mainz 05 sorgte mit einem perfekten Einstand für Trainer Bo Henriksen mit einem 1:0 (1:0) gegen den FC Augsburg. Der 1. FC Union Berlin gewann dank eines späten Treffers von Brenden Aaronson (84. Minute) mit 1:0 (0:0) gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Beide Teams beendeten das Spiel nach Gelb-Roten Karten gegen Stanley Nsoki (45.+3) und Unions Kevin Volland (45.+6) in Unterzahl.
Unterbrechungen in vier Stadien
In vier Phasen führten die Fans mit ihren Protestaktionen erneut zu Unterbrechungen. In Mainz und Hoffenheim waren die Spiele sogar kurz vor dem Abbruch, nachdem die Schiedsrichter die Mannschaften in die Kabine geschickt hatten. Nach der Pause konnten die Spiele jedoch fortgesetzt werden. Zuvor hatten die Fans unter anderem Tennisbälle auf den Rasen geworfen, Schmähgesänge gegen die Deutsche Fußball Liga angestimmt und zahlreiche Protestplakate gezeigt.
Die DFL plant, eine Milliarde Euro von einem Finanzinvestor für eine prozentuale Beteiligung an den TV-Erlösen zu erhalten. Die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit bei der Abstimmung der 36 Proficlubs über den Deal wurde knapp erreicht. Seit Wochen protestieren viele Fans in den Stadien hauptsächlich durch das Werfen von Gegenständen gegen den Einstieg, was immer wieder zu Spielunterbrechungen führt.
Jeremie Frimpong (45.+2) und Amine Adli (81.) erzielten die Tore für Leverkusen. Der Treffer zum Anschlusstreffer durch Tim Kleindienst (87.) reichte Heidenheim nicht aus.
Füllkrug-Tor reicht Dortmund nicht
Dortmund erzielte in Wolfsburg früh das elfte Saisontor von Nationalspieler Niclas Füllkrug (8.) und ging in Führung. Allerdings gelang Yannick Gerhardt (64.) der Ausgleich für die Wölfe.
In Darmstadt gab es eine ereignisreiche Anfangsphase, in der Serhou Guirassy (14.) die Stuttgarter in Führung brachte. VfB-Profi Pascal Stenzel erhielt in der 25-minütigen Nachspielzeit die Gelb-Rote Karte (44.+22). Mahmoud Dahoud (90.+2) erhöhte auf 2:0, bevor Aaron Seydel (90.+5) für Darmstadt noch einmal verkürzte.
Abwehrspieler Sepp van den Berg erzielte mit einem Kopfballtor (44.) einen perfekten Start für den neuen Trainer Henriksen. Mainz konnte daher den verschossenen Foulelfmeter von Nadiem Amiri (45.+7) verkraften. Der Augsburger Mads Pedersen erhielt in der Schlussphase die Rote Karte wegen groben Foulspiels (90.+12).








