Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Lkw-Fahrer nach Chaosfahrt in Psychiatrie

Der Lastwagen hinterließ eine Schneise der Verwüstung. Laut Polizei gibt es Hinweise auf einen möglichen Alkohol- oder Drogenkonsum des 30-jährigen Fahrers. Die Blutergebnisse stehen noch aus.

Bei dem 30-Jährigen besteht der Verdacht auf Alkohol- und Drogenkonsum.
Foto: Alex Talash/dpa

Der Lastwagenfahrer, der an einer Chaosfahrt beteiligt war, bei der 19 Personen auf Autobahnen in Nordrhein-Westfalen verletzt wurden, wird in einer psychiatrischen Klinik bleiben. Diese Entscheidung traf ein Haftrichter, wie eine Sprecherin mitteilte. Der Fahrer kollidierte mit etwa 50 Fahrzeugen. Es gibt keine neuen Informationen zum Zustand der Verletzten. Der Mann wurde bereits am Sonntag vorläufig in die Klinik gebracht.

Laut Polizeiangaben wurde mittlerweile eine Ermittlungskommission eingesetzt. Die Blutergebnisse des 30-jährigen polnischen Lkw-Fahrers stehen noch aus. Ihm wird gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr vorgeworfen. Nach der Unfallserie hatte die Polizei mitgeteilt, dass sich vor Ort Hinweise auf einen möglichen Alkohol- oder Drogenkonsum sowie eine psychische Erkrankung des Mannes ergeben hätten. Weitere Unfallbeteiligte sollen im Laufe des Tages vernommen werden.

Polizisten hatten den Lkw-Fahrer am Samstag an der letzten Unfallstelle festgenommen. Zuvor hatte er auf vielbefahrenen Autobahnen in Nordrhein-Westfalen eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Der Lastwagen mit polnischem Kennzeichen wurde der Polizei gemeldet, weil er in auffallend unsicherer Fahrweise auf der A46 bei Neuss unterwegs war.

Sieben Menschen bei den Unfällen schwer verletzt

Die Polizei berichtet, dass der Fahrer die Anhaltezeichen der Polizei ignorierte und mit erhöhter Geschwindigkeit und in Schlangenlinien in Richtung Wuppertal fuhr. Auf der A1 geriet der Lkw zwischen Volmarstein und Hagen-West in den Gegenverkehr und kam schließlich zum Stehen. Insgesamt legte er etwa 60 Kilometer zurück, nachdem er gemeldet worden war. Etwa 50 Fahrzeuge waren in die Unfallserie verwickelt.

Laut Polizei wurden sieben Personen schwer verletzt, eine Person lebensgefährlich. Elf Menschen erlitten leichte Verletzungen. Mehrere Autobahnabschnitte mussten vorübergehend stundenlang gesperrt werden. Es war notwendig, Trümmerteile aufzusammeln, Fahrzeuge abzuschleppen und die Fahrbahnen zu reinigen.

dpa