Mobiles Menü schließen
Startseite Schlagzeilen

Lukas Märtens schwimmt zu Olympia-Gold

Die erste Medaille für das deutsche Olympia-Team ist da – und sie glänzt golden. Freistilschwimmer Märtens bejubelt den größten Erfolg seiner Karriere. Dabei hatte er zuletzt mit Problemen zu kämpfen.

Lukas Märtens hat den deutschen Schwimmern Olympia-Gold beschert.
Foto: Michael Kappeler/dpa

Lukas Märtens hat sich zum Olympiasieger über 400 Meter Freistil im Schwimmen gekürt und dem deutschen Team die erste Medaille bei den Sommerspielen in Paris beschert. Der 22-Jährige schlug nach 3:41,78 Minuten an. Bei seinem größten Erfolg in der Karriere setzte sich Märtens vor dem zweitplatzierten Elijah Winnington aus Australien und dem Südkoreaner Kim Woomin durch.

Seit 1988 in Seoul war kein deutscher Mann mehr Olympiasieger im Beckenschwimmen geworden. Nun beendete der Magdeburger Märtens diese scheinbar endlose Zeit des Wartens. Dem Deutschen Schwimm-Verband sicherte er das erste Gold in einem Olympia-Becken seit Britta Steffens Doppel-Triumph 2008 in Peking.

Gesundheitliche Probleme stoppen Märtens nicht

Märtens war als Topfavorit und Weltjahresbester zu den Olympischen Spielen in die französische Hauptstadt gereist. Bei den deutschen Meisterschaften Ende April war er lange auf Weltrekordkurs gewesen und schlug schließlich nach 3:40,33 Minuten an. Auch die internationale Konkurrenz wusste spätestens jetzt: Mit dem Schützling von Langstrecken-Bundestrainer Bernd Berkhahn ist beim großen Saisonhöhepunkt noch mehr zu rechnen, als bei den jüngsten Großereignissen schon.

In den vergangenen Jahren hat Märtens sich bereits in der Weltspitze etabliert. Bei den Weltmeisterschaften 2022, 2023 und 2024 hat er jeweils eine Medaille gewonnen. Auch von gesundheitlichen Problemen lässt er sich nicht aufhalten. Eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung macht ihm schon länger zu schaffen und erfordert bald einen Eingriff. Für das große Ziel Olympia hat er bislang auf eine Operation verzichtet. Immer wieder muss er Antibiotika einnehmen.

Märtens hat nur eine kurze Pause

«Ich denke, wir haben mich ganz gut hinbekommen», sagte Märtens mit Blick auf seine Gesundheit nach den Vorläufen am Vormittag. In 3:44,13 Minuten hatte er sich als Schnellster für den Endlauf qualifiziert. Die Atmosphäre in der prall gefüllten La Défense Arena begeisterte ihn. «Da bin ich noch nichts Besseres gewohnt außer im Fußballstadion», sagte er.

«Ich bin super drauf. Mein Trainer hat mich super vorbereitet», erklärte Märtens zudem. «Gesundheitlich habe ich das alles gut in den Griff bekommen. Deswegen steht nichts im Weg für heute Abend.» Er sollte Recht behalten. In dem Gold-Rennen belegte der zweite deutsche Starter, Oliver Klemet, den siebten Platz.

Märtens setzt seinen Wettkampf am Sonntagmorgen fort. Er wird im Vorlauf über 200 Meter Freistil antreten. Auch auf dieser Strecke gilt er als Medaillenanwärter. Außerdem stehen Starts über 200 Meter Rücken und in der 4×200 Meter Freistil-Staffel auf dem Plan.

dpa