Belarus ist seit heute neue Kriegspartei im Ukraine Krieg. Lukaschenko und Putin wollen im Norden der Ukraine einmarschieren.
Lukaschenko unterstützt Putin mit Truppen – Belarus wird Kriegspartei

Alexander Lukaschenko, der belarussische Präsident, hat heute beschlossen am Ukraine-Krieg teilzunehmen. Belarussische Truppen sollen mit russischen Streitkräften im Norden der Ukraine einmarschieren.
Grund hierfür sei die ukrainische Bedrohung an der Grenze von Belarus. Eine weitere Eskalation im Rahmen des Ukraine-Krieges ist nicht mehr auszuschließen.
Machthaber Lukaschenko kooperiert mit Wladimir Putin
Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat die Bildung einer gemeinsamen regionalen Militäreinheit der Streitkräfte seines Landes mit der russischen Armee angekündigt. Dies habe er mit Russlands Präsident Wladimir Putin beim informellen Gipfel der Staatschefs der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) in Sankt Petersburg vereinbart, sagte Lukaschenko am Montag nach Angaben der Staatsagentur Belta.
«Die Basis dieser Einheit sind die Streitkräfte der Republik Belarus.» Grund für den Schritt seien die wachsenden Spannungen an der Grenze zur Ukraine, sagte der 68-Jährige weiter. Über inoffizielle Kanäle habe er erfahren, dass die Ukraine Angriffe auf das Territorium von Belarus plane. Man müsse daher darüber nachdenken, wie sich die Sicherheit des Landes erhöhen lasse.
Die Äußerungen Lukaschenkos, der seit 1994 die Macht in Belarus innehat, deuten auf eine weitere Eskalation des Krieges in der Ukraine hin. Möglicherweise durch eine gemeinsame russisch-belarussische Streitmacht im Norden der Ukraine.
„Wir haben uns seit Jahrzehnten darauf vorbereitet. Wenn nötig, werden wir reagieren“, sagte Lukaschenko und fügte hinzu, dass er bei einem Treffen in St. Petersburg mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über die Situation gesprochen habe.
Weißrussland als Kriegspartei
Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte dazu lediglich, Putin und Lukaschenko diskutierten in ihren bilateralen Gesprächen ständig über eine Vielzahl von Bereichen, dazu gehöre auch das Thema Verteidigung. Dies sei in der Militärdroktin des Unionsstaates vorgesehen, den beide Länder bilden.
Der auch als «letzter Diktator Europas» bezeichnete Lukaschenko hatte stets erklärt, sich nicht in den Krieg hineinziehen lassen zu wollen. Zugleich schloss er das angesichts der Lage nicht aus. Belarus hat schon von Anfang an zum Ärger der Ukraine seine Militärstützpunkte bereitgestellt für die russischen Angriffe auf die Ukraine. Aus Sicht der Ukraine ist Belarus bereits Kriegspartei.
60.000 Soldaten in Weißrussland
Die belarussische Armee hat etwa 60.000 Mann. Anfang dieses Jahres hat Belarus sechs bataillonstaktische Gruppen mit insgesamt mehreren tausend Mann in die Grenzgebiete entsandt. Am Sonntag beschuldigte der Leiter des belarussischen Grenzschutzes die Ukraine der Provokationen an der Grenze.
Die russischen Streitkräfte nutzten Belarus bereits am 24. Februar als Zwischenstation für ihren Einmarsch in die Ukraine.








